Königsdörffer verpasst Chance auf Ausgleich gegen Wolfsburg

Königsdörffer verpasst Chance auf Ausgleich gegen Wolfsburg

Ransford Königsdörffer erlebte bei der 0:1-Niederlage des Hamburger SV gegen den VfL Wolfsburg einen Tiefpunkt in seiner aktuellen Krise, als er einen Elfmeter vergab. Dieser Fehlschuss stellte den traurigen Höhepunkt seiner persönlichen Misere dar.

In der ersten Halbzeit hatte Königsdörffer die große Gelegenheit, das Spiel auszugleichen, scheiterte jedoch am überragenden Gästetorhüter Kamil Grabara. „Ich habe mich gut gefühlt und wollte Verantwortung übernehmen“, erklärte der 24-Jährige nach der Partie. Unmittelbar nach dem Spiel stellte sich der Angreifer den Medien und sprach über seinen Fehlschuss.

Die Situation, die zum Elfmeter führte, war eindeutig: In der 44. Minute foulte Konstantinos Koulierakis HSV-Star Albert Sambi Lokonga im Strafraum, was einen klaren Strafstoß nach sich zog. Zunächst wollte Rayan Philippe den Elfmeter ausführen, überließ die Verantwortung jedoch seinem Teamkollegen Königsdörffer. Dessen schwacher Schuss wurde von Grabara pariert, was den Deutsch-Ghanaer mit gesenktem Kopf in die Kabine gehen ließ. „Im Endeffekt sind wir an mir gescheitert“, gestand er später offen.

Die Mannschaft und der Trainer standen jedoch geschlossen hinter ihrem Stürmer. Kapitän Yussuf Poulsen sprach ihm Mut zu, während Torwart Daniel Heuer Fernandes betonte: „Bei uns steht niemand allein. Ransi wollte Verantwortung übernehmen, genau das erwarten wir.“ Auch Trainer Merlin Polzin verzichtete auf Schuldzuweisungen und lobte die Intention seines Spielers: „Wir vertrauen den Jungs in solchen Momenten voll.“

Sportdirektor Claus Costa hatte sich bereits im Halbzeit-Interview bei Sky hinter Königsdörffer gestellt: „Ransi hat in der Vergangenheit viele wichtige Tore für uns geschossen. Daher gibt es keinen Vorwurf. Er hat sich den Ball genommen und wollte Verantwortung übernehmen.“ Trotz seiner aktuellen Torflaute wartet Königsdörffer seit dem 6:1-Aufstiegsspiel gegen den SSV Ulm auf einen Treffer in der Liga. Dennoch bleibt der Stürmer kämpferisch: „Ich glaube fest daran, dass es in den nächsten Wochen klappen wird.“ Möglicherweise gelingt ihm dies bereits im DFB-Pokal gegen den 1. FC Heidenheim am 28. Oktober um 18:30 Uhr.

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