Krisztián Lisztes kehrt nach Budapest zurück: Ein neuer Anfang bei Eintracht Frankfurt?
Krisztián Lisztes kehrt von einer mäßig erfolgreichen Leihe nach Budapest zurück. Wie geht es für ihn bei Eintracht Frankfurt weiter?
Frankfurt – Die Geschichte von Krisztián Lisztes bei Eintracht Frankfurt ist bislang keine Erfolgsgeschichte. Der 21-jährige ungarische Mittelfeldspieler wechselte im Sommer 2024 von Ferencváros TC nach Frankfurt, konnte jedoch in seiner ersten Saison bei der SGE kaum auf sich aufmerksam machen. Verletzungen hinderten ihn daran, zu spielen; am Ende standen lediglich drei Einsätze für die U21 zu Buche.
Anstatt sich in der Bundesliga zu beweisen, musste Lisztes von der Seitenlinie aus zuschauen – ein enttäuschender Start für ein Talent, das als vielversprechende Verstärkung geholt wurde. Um dem damals 20-Jährigen endlich Spielpraxis zu ermöglichen, entschieden sich die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt im Sommer 2025 für eine Leihe zurück zu seinem Ausbildungsverein Ferencváros TC.
Die Erwartungen waren klar: Lisztes sollte in Budapest Spielpraxis sammeln, reifen und gestärkt nach Frankfurt zurückkehren. Doch der Plan ging nicht ganz auf. Auch bei Ferencváros blieb er von Verletzungen nicht verschont. In der Saison 2025/26 war Lisztes weit entfernt von den erhofften Einsatzzeiten.
Eintracht-Sportdirektor Timmo Hartung erkannte jedoch eine positive Entwicklung beim jungen Spieler: „Insbesondere in der Rückrunde war eine Verbesserung zu sehen. Dass er sich bis ins Pokalfinale gespielt hat und dort Minuten bekommen hat, zeigt das Vertrauen, das er sich erarbeitet hat.“
„Er hat in Ungarn wertvolle Erfahrungen gesammelt, die ihn in seiner Entwicklung voranbringen werden. Es geht darum, gesund zu bleiben, körperlich zuzulegen und seine spielerischen Qualitäten – Technik, Kreativität und Entscheidungsfindung – über einen längeren Zeitraum konstant abzurufen“, so Hartung weiter. Für Lisztes könnte die Rückkehr nach Frankfurt nun ein weiteres schwieriges Kapitel werden.
Sein Vertrag läuft zwar noch bis zum 30. Juni 2029 und sein aktueller Marktwert liegt bei 1,5 Millionen Euro – ein deutlicher Rückschritt für einen Spieler, für den die SGE einst eine hohe Ablösesumme gezahlt hatte. Angesichts dieser Entwicklung erscheint ein dauerhafter Verbleib bei der SGE kaum realistisch. Ein erneuter Leihwechsel oder sogar ein endgültiger Abgang sind wahrscheinliche Szenarien. Der Sohn des ehemaligen Bundesliga-Profis Krisztián Lisztes senior muss nun dringend einen Neuanfang finden – sei es bei Eintracht Frankfurt oder einem anderen Verein.