Kritik am DFB: Thomas Wagner fordert Veränderungen

Kritik am DFB: Thomas Wagner fordert Veränderungen

Sportmoderator Thomas Wagner übt scharfe Kritik am Deutschen Fußball-Bund (DFB). Er stellt die Wahl des WM-Quartiers infrage und fordert eine stärkere Einbindung junger Verantwortlicher.

München – Die Diskussionen rund um die deutsche Nationalmannschaft während der Weltmeisterschaft 2026 beschränken sich nicht nur auf die sportlichen Leistungen. Auch die Auswahl des WM-Quartiers sowie die generelle Ausrichtung des DFB stehen zunehmend in der Kritik. In der „WM-WG“ von Absolut Fussball (powered by IPPEN.MEDIA) nutzte Wagner die Gelegenheit, um die bestehenden Strukturen scharf zu hinterfragen.

Seiner Meinung nach benötigt der DFB frische Impulse, um mit den Entwicklungen im internationalen Fußball Schritt zu halten. Ein Beispiel hierfür ist die Entscheidung für das abgelegene WM-Quartier in Winston-Salem: „Für uns Journalisten waren die Bedingungen vom DFB perfekt. Man wollte sich an die Hitze anpassen, doch tatsächlich haben wir unter diesen Bedingungen kaum gespielt. Das wäre erst im Halbfinale in Dallas der Fall gewesen. Ist es noch zeitgemäß, sich so zurückzuziehen?“

„Ähnlich war es in Katar. Während alle Nationen in der Hauptstadt untergebracht waren, haben sich die Deutschen im wahrsten Sinne des Wortes im Sand vergraben. Und nun wieder die Abgeschiedenheit von Winston-Salem. Ist das wirklich noch der richtige Weg, den der DFB wählt, um sich vorzubereiten?“, fragte Wagner.

Sein Augenmerk richtete sich jedoch nicht nur auf das DFB-Quartier in Winston-Salem, sondern auch auf die Zukunft der deutschen Nationalmannschaft, die bereits zum dritten Mal in Folge frühzeitig aus einer WM ausgeschieden ist. Wagner sieht die Notwendigkeit, jüngeren Verantwortlichen mehr Verantwortung zu übertragen und einen personellen Wandel einzuleiten.

„Ich denke, in vier Jahren wird die Ära Rudi Völler beim DFB enden, und es müssen auch jüngere Leute in Führungspositionen kommen. Es braucht jemanden, der die heutige Generation versteht“, erklärte Wagner auf die Frage, wie er die Chancen für die Weltmeister von 2014 wie Per Mertesacker oder Mats Hummels als DFB-Verantwortliche einschätzt.

Seine Antwort war klar: „Deswegen müssen die Jüngeren ran, sie sollen die Verantwortung übernehmen!“ Mit seinen Aussagen verknüpft er die Diskussion um die Vorbereitung der Nationalmannschaft direkt mit der Frage, wie sich der DFB personell und strukturell für die Zukunft aufstellen sollte. Zudem sprach Wagner in der aktuellen Folge der „WM-WG“ auch über die künftige Rolle von Rudi Völler und Jürgen Klopp als Bundestrainer.

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