Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann: Stimmen aus der Fußballwelt

Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann: Stimmen aus der Fußballwelt

Die Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann hält weiterhin an. Während Markus Babbel eine umfassende Kritik äußerte, fand ein ehemaliger Profi Worte der Verteidigung für den DFB-Coach.

Winston-Salem – Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Fußball-WM den Gruppensieg errungen und trifft im Sechzehntelfinale auf Paraguay. Trotz des sportlichen Erfolgs bleibt die Kritik an Julian Nagelsmann laut, insbesondere nach der 1:2-Niederlage gegen Ecuador, die sowohl ihm als auch seinem Team viel negative Aufmerksamkeit einbrachte.

Markus Babbel nutzte die Talksendung „Doppelpass“ bei Sport1, um eine Generalabrechnung vorzunehmen und Verständnis für die öffentliche Kritik zu zeigen. „Da ist er ja selbst schuld. Er tätigt Aussagen und macht dann etwas anderes. Ich weiß mittlerweile, wenn er rechts sagt, geht er links. Das sind die Dinge, worüber diskutiert wird“, äußerte er sich deutlich.

Babbel kritisierte nicht nur das Bekenntnis zum Leistungsprinzip, das seiner Meinung nach nicht mit der Nominierung übereinstimmt, sondern auch die Rückholaktion von Manuel Neuer, die er als „ganz schlecht kommuniziert“ bezeichnete. „Das ist keine Geschichte, weil die Medien oder die Experten so böse sind“, fügte der Europameister von 1996 hinzu.

Besonders missfiel Babbel auch Nagelsmanns Verhalten während der Pressekonferenz nach dem Ecuador-Spiel, wo er sich mit einem Moderator anlegte. „Er hätte das Ecuador-Spiel wunderbar erklären können und die ganze Diskussion, die ganze Schärfe im Keim ersticken können, wenn du die richtigen Antworten geliefert hättest“, erklärte er weiter.

Der ehemalige Verteidiger, der unter anderem für den FC Bayern München spielte, bemerkte: „Aber er wirkt dann wie so ein kleines bockiges Kind, und dass die Leute dann draufgehen, ist doch völlig normal.“ In seiner abschließenden Bewertung stellte der 53-Jährige fest: „Die Kommunikation von Julian ist einfach schlecht.“ Er riet Nagelsmann, sich in dieser Hinsicht Rat von Sportdirektor Rudi Völler zu holen.

Im Gegensatz dazu äußerte sich ein weiterer ehemaliger Nationalspieler, Mike Hanke, positiv über Nagelsmann. „Ich würde mir einfach mal wünschen, dass wir Julian mehr Vertrauen schenken. Es erinnert mich ein bisschen an 2006, als Jürgen Klinsmann zerfetzt wurde und nach dem Turnier wurde er angebettelt, dass er bleibt“, erklärte Hanke, der Teil des WM-Kaders von 2006 war.

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