Kroos: Argentinien nicht besser als Deutschland
Der ehemalige DFB-Star Toni Kroos sorgt vor dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien für Aufsehen, indem er die Mannschaften nicht höher einschätzt als die deutsche Nationalelf.
Nach mehr als einem Monat ist der große Tag endlich gekommen: Am Sonntagabend findet das Finale der WM 2026 zwischen Spanien und Argentinien statt. Die „Furia Roja“ könnte nach ihrem EM-Triumph 2024 den nächsten großen Titel gewinnen, während die „Albiceleste“ mit Superstar Lionel Messi versucht, ihren WM-Titel erfolgreich zu verteidigen. Aus Sicht der FIFA steht also das perfekte Endspiel bevor.
Toni Kroos analysierte das bevorstehende Duell zusammen mit seinem Bruder Felix in ihrem gemeinsamen Podcast „Kroos & Kroos – die WM unter der Lupe“. Er sieht Spanien im Finale gegen Argentinien in der Favoritenrolle: „Wenn sie das im Finale wieder auf den Platz bringen, dann sind sie auch Favorit und werden das Spiel gewinnen“, erklärte der 36-Jährige.
Felix Kroos hingegen hebt den größten Unterschied zwischen den beiden Finalisten hervor, der in der Herangehensweise der Teams liegt. „Die Argentinier spielen sehr emotional, mit Tränen in den Augen und Schaum vor dem Mund, während die Spanier in einer so perfektionistischen Sachlichkeit agieren“, sagte der 35-Jährige. Toni Kroos hingegen kann sich kaum zurückhalten, wenn es um Lionel Messi geht.
„Für mich war eigentlich vor vier Jahren klar, dass das seine letzte WM sein musste. Er war bei der letzten WM schon 35 und wurde Weltmeister. Was sollte da noch kommen? Aber man merkt, wie er immer schlauer wird und sein Spiel einteilt. Er spielt schon seit drei Jahren im Gehen jedes Wochenende und kommt trotzdem zur WM und ist besser als alle anderen. Das ist brutal“, so der ehemalige Real-Profi.
Trotz der herausragenden Fähigkeiten des Superstars schätzt Kroos die Kaderqualität Argentiniens jedoch nicht höher ein als die der DFB-Elf. „Argentinien ist keine bessere Mannschaft als Deutschland. Nicht einmal gleich gut, würde ich behaupten, wenn du die Spieler für Spieler durchgehst. Aber sie spielen das zweite WM-Finale hintereinander. Nur mit Qualität erreicht man das nicht, es ist einfach diese brutale Leidenschaft“, erläutert Kroos, der nach dem WM-Aus mit dem DFB kritisch ins Gericht ging.