Kuchen-Debatte um Ralf Fährmann: Ein Rückblick

Kuchen-Debatte um Ralf Fährmann: Ein Rückblick

Die legendäre Kuchen-Debatte um Ralf Fährmann beschäftigt die Schalker Community auch Jahre nach den Ereignissen. Ein ehemaliger Spieler äußert sich nun erneut zu diesem Thema.

Gelsenkirchen – Wenn sportlicher Misserfolg auf öffentliche Diskussionen trifft, entstehen manchmal Geschichten, die kaum kurioser sein könnten. Den Fans des FC Schalke 04 ist in diesem Zusammenhang die „Kuchen-Debatte“ rund um den ehemaligen Torwart Ralf Fährmann sicherlich ein Begriff. Der damalige Schlussmann der Königsblauen hatte eine hitzige Diskussion ausgelöst.

Der Auslöser war ein Stück Kuchen, das Fährmann 2022 vor einem Bundesliga-Spiel gegessen hatte. Die Brisanz der Situation: Die Knappen standen zu diesem Zeitpunkt mit nur neun Punkten nach 15 Spieltagen auf dem letzten Platz und stiegen am Ende der Saison als Tabellenvorletzter ab. Ex-Sportvorstand Peter Knäbel hatte Fährmann daraufhin zu einem Gespräch eingeladen und ihm geraten, es „dringend zu unterlassen, vor dem Spiel und während der Halbzeitpause in der Kabine Kuchen zu essen.“

Fährmann war daraufhin „extrem verärgert“. Sein Berater kommentierte Knäbels Mahnung damals in der WAZ: „Ralf wird keinen Kuchen mehr essen und hofft auf diese Weise, Schalke zum Klassenerhalt zu verhelfen.“ Im Nachhinein zeigt sich, dass die Debatte in einer so prekären Situation wie dem Abstiegskampf wenig hilfreich war. Das „Kuchengate“ wurde schnell zum Running Gag in der Schalke-Community. Ex-Schalker Marius Bülter witzelte damals: „Ich habe vor dem Spiel auch ein Stück Kuchen gegessen.“

Nun hat sich auch Cedric Brunner, ehemaliger Schalker und Mannschaftskollege von Fährmann, einige Jahre später erneut zu der Kuchen-Debatte geäußert. Auf seinem TikTok-Kanal beantwortet der pensionierte Fußballprofi regelmäßig Fragen aus seiner Community. Ein Zuschauer wollte seine Meinung zu dem Vorfall mit Fährmann wissen. „Das war so eine unnötige Story“, kommentierte Brunner die damalige Situation.

„In jeder Mannschaft liegen vor dem Spiel ein paar Kuchen rum, für schnelle Energie. Die Hälfte nimmt sich ein Stück, die andere nicht, und Ralle hat sich halt auch ein Stück genommen, ich habe mir auch mal ein Stück genommen“, erklärte Brunner. „Dann hatten gewisse Leute halt keine anderen Geschichten oder nichts mehr zu erzählen und sind dann mit dieser Kuchen-Story um die Ecke gekommen.“

Brunner kritisierte daraufhin die „professionellen“ Vorgehensweisen im Profi-Fußball: „Es ist einfach so viel Aktionismus im Fußball. Wenn es schlecht lief, kam plötzlich der Athletiktrainer oder die Ernährungsberaterin auf die Idee, den Kuchen jetzt mal wegzuräumen – und zwei Spiele später stand wieder ein Kuchen da. Ohne Sinn“, sagte Brunner abschließend und schloss die Debatte mit einem: „Aber Free Ralle!“

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