Laura Freigang im Anti-Doping-Fokus: Mögliche Konsequenzen drohen

Laura Freigang im Anti-Doping-Fokus: Mögliche Konsequenzen drohen

Laura Freigang steht im Verdacht, mehrfach gegen die Vorgaben des Anti-Doping-Systems verstoßen zu haben, was nun mögliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte.

Frankfurt – Die Stürmerin von Eintracht Frankfurt, Laura Freigang, ist ins Visier der Anti-Doping-Behörden geraten. Dabei geht es nicht um den Nachweis verbotener Substanzen, sondern um die Tatsache, dass die 28-Jährige laut Informationen von Sport1 innerhalb eines Jahres dreimal für Kontrolleure der NADA nicht an dem zuvor angegebenen Ort erreichbar war. Dies könnte schwerwiegende Folgen für die Spielerin haben.

Für Spitzensportlerinnen und -sportler gelten strenge Meldepflichten. Athleten, die dem sogenannten Registered Testing Pool (RTP) angehören, müssen ihren Aufenthaltsort vierteljährlich angeben und täglich ein einstündiges Zeitfenster festlegen, in dem unangekündigte Dopingkontrollen möglich sind. Als 44-fache Nationalspielerin zählt Freigang zu dieser Gruppe von Athletinnen mit dem „Kaderstatus eines Nationalen Sportverbandes“.

Wenn eine Sportlerin während des angegebenen Zeitfensters nicht angetroffen wird oder ihre Aufenthaltsdaten nicht korrekt pflegt, kann dies als Verstoß gegen die Meldepflicht gewertet werden. Drei solcher Verstöße innerhalb eines Jahres können nach den Anti-Doping-Bestimmungen ein Verfahren auslösen. Im schlimmsten Fall droht Freigang eine Sperre von bis zu zwei Jahren.

Eine Sanktion erfolgt jedoch nicht automatisch. Freigang erhält zunächst die Möglichkeit, die Umstände der verpassten Kontrollen zu erläutern. Erst danach wird geprüft, ob tatsächlich ein Verstoß gegen die geltenden Regeln vorliegt und ob eine Strafe verhängt wird. Weder Eintracht Frankfurt noch der DFB haben sich bisher zu den Vorfällen geäußert, sodass unklar bleibt, ob Freigang tatsächlich gesperrt wird, da dies von den weiteren Untersuchungen abhängt.

Spekulationen über einen Zusammenhang zwischen den verpassten Kontrollen und Freigangs jüngster Nichtberücksichtigung für die Nationalmannschaft wurden bislang nicht bestätigt. Frauen-Bundestrainer Christian Wück führte sportliche Gründe an. In der WM-Qualifikation trifft die DFB-Auswahl auf Norwegen und Slowenien – ohne die verletzte Kapitänin Giulia Gwinn und ohne Freigang, die in der vergangenen Saison in der Bundesliga zwölf Tore erzielte.

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