Lennart Karl äußert sich zu Traumverein Real Madrid

Lennart Karl äußert sich zu Traumverein Real Madrid

München – Lennart Karl, der 17-jährige Senkrechtstarter des FC Bayern München, hat kürzlich für Aufsehen gesorgt, als er während eines Fanclub-Besuchs äußerte: „Der FC Bayern ist ein sehr großer Verein. Es ist ein Traum, dort zu spielen. Aber irgendwann will ich auf jeden Fall mal zu Real Madrid. Das ist mein Traumverein. Aber das bleibt unter uns.“ Diese Aussage stieß nicht überall auf Freude, insbesondere nicht bei den Verantwortlichen des FC Bayern.

Karl wird von Michael Ballack, dem ehemaligen Profi, beraten. Vor dem Duell des FC Bayern gegen den VfL Wolfsburg nahm Ballack am Sonntagabend als Experte bei DAZN Stellung zu den Äußerungen seines Schützlings: „Zunächst einmal verfügt er über herausragende fußballerische Fähigkeiten, aber er ist noch ein junger Spieler, der sich weiterentwickelt und ganz am Anfang seiner Karriere steht.“

Ballack sieht in Karls Aussagen kein Problem: „Wenn man nach seinen Träumen gefragt wird, finde ich es völlig in Ordnung, diese zu äußern. Im Kontext betrachtet ist die Aussage für mich harmlos. Lennart hatte einen fantastischen Start beim FC Bayern. Es ist sein absoluter Traumverein, das hat er selbst gesagt.“

Er betonte, dass Karls Äußerungen nichts mit einer mangelnden Wertschätzung für den FC Bayern zu tun hätten: „Als wir letzten Sommer verhandelten und darüber sprachen, wie er seine sportliche Zukunft hier in München sieht, sagte Lennart: ‚Das ist mein Verein, mein Traum – hier bin ich durch die Jugendmannschaften gekommen, hier habe ich mich hochgearbeitet!‘“

Dennoch hat Karls Flirt mit Real Madrid für Unruhe im Umfeld des deutschen Rekordmeisters gesorgt. Weder Fans noch Verantwortliche hören es gerne, wenn ihre Spieler öffentlich über einen möglichen Wechsel sprechen. Der FC Bayern hat ein starkes Selbstverständnis, und solche Äußerungen kratzen am stolzen „Mia san Mia“-Gefühl.

Ob sich Karl in Zukunft zurückhalten wird, bleibt abzuwarten. Ballack ist skeptisch. Er selbst war ein Spieler mit Ecken und Kanten und hat oft polarisiert. „Wir wollen die Jungs nicht zu früh formen in einer Gesellschaft, in der uns bereits so viel darüber vorgegeben wird, wie wir uns auszudrücken haben. Wir wollen Authentizität, wir wollen Spieler, mit denen sich die Leute identifizieren können“, sagte Ballack.

Topics

Related news