Lennart Karl feiert Bundesliga-Debüt beim FC Bayern
Am Freitagabend feierte Lennart Karl sein Bundesliga-Debüt im Trikot des FC Bayern. Im Anschluss sprach der junge Spieler offen über seine Ziele.
München – Die Einwechslung von Lennart Karl beim beeindruckenden 6:0-Auftakterfolg des FC Bayern gegen RB Leipzig war etwas überraschend, jedoch verdient. Der 17-Jährige hatte sich durch starke Leistungen in der Mini-Vorbereitung des Rekordmeisters für sein Debüt qualifiziert. Dass er nach dem Spiel in der Mixed Zone der Reporter stehen blieb, war weniger zu erwarten.
In der Mixed Zone knüpfte der Youngster an seine starken Auftritte der letzten Wochen an und zeigte sich selbstbewusst, ähnlich wie in seinen ersten 21 Bundesliga-Minuten auf dem Platz. „Ich habe mich auf jeden Fall gefreut, dass es schnell 3:0 stand, und wusste deshalb direkt, dass ich reinkomme“, sagte Karl.
Nervosität war ihm fremd. „Ich habe einfach umgesetzt, was ich machen musste, und daher hat alles gepasst“, erklärte Karl, der in der vergangenen Saison bereits sporadisch im Profikader von Trainer Vincent Kompany stand, jedoch nie eingewechselt wurde. „Ich bin sehr glücklich, dass der Trainer auf mich setzt, und ich möchte einfach weitermachen“, fügte der gebürtige Unterfranke hinzu.
Ein wenig Pech hatte Karl kurz vor Schluss, als er im Strafraum auf der rechten Seite schön durchsetzte, jedoch den Ball nicht an RB-Keeper Péter Gulácsi vorbeibrachte. „Das war mein schwacher rechter Fuß, daher konnte ich leider nichts machen“, beschrieb Karl die Szene und fügte lächelnd hinzu: „Aber das passiert. Ich hatte eine gute Balleroberung, aber der Abschluss war halt nicht so gut.“
Um beim nächsten Mal besser abzuschneiden, möchte sich Karl weiterhin an seinen Teamkollegen orientieren. „Ich schaue natürlich auf die, die auf meiner Position spielen, wie Michael Olise oder Serge Gnabry“, erklärte der talentierte Dribbler. „Ich beobachte, wie sie schießen, und versuche, das umzusetzen.“
Mit der Rückennummer 42 eifert Karl einem Vorbild nach: Jamal Musiala. Der derzeit verletzte Nationalspieler schaffte den Durchbruch am Campus und trug bis zum Sommer diese Nummer. „Ich weiß auf jeden Fall, was Musiala drauf hat. Er ist ein Vorbild für mich, und deshalb habe ich auch die Nummer gewählt“, sagte Karl.
Das Offensivtalent hofft, in den kommenden Wochen und Monaten weitere Einsatzzeiten zu erhalten, und gibt sich dabei erfrischend selbstbewusst: „Ich möchte auf jeden Fall vorangehen und die Mannschaft zur Meisterschaft führen.“ Solche Aussagen könnte man von anderen talentierten Spielern beim FC Bayern nicht so oft hören.
„Ich hoffe, dass ich in jedem Spiel Spielzeit bekomme, aber natürlich muss ich hart arbeiten“, weiß der Youngster, denn: „Bayern München ist eine der besten Mannschaften der Welt. Daher ist es nicht einfach.“ Mit gesundem Selbstvertrauen und einer Prise „Mia san mia“ könnte Lennart Karl definitiv seinen Weg beim FC Bayern gehen. Denn der 17-Jährige beeindruckt nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben.