Leroy Sané kämpft um Form bei Galatasaray
Nach seinem Wechsel vom FC Bayern München zu Galatasaray Istanbul hat Leroy Sané bislang nicht die gewünschte Form gefunden. Sein Teamkollege Ilkay Gündogan fordert mehr von ihm.
In Istanbul sorgte Galatasaray kürzlich für eine Überraschung, als das Team in der Champions League einen 1:0-Heimsieg gegen den FC Liverpool feierte. Dies geschah nur wenige Tage nach der 1:5-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. Sané hingegen konnte sich über diesen Erfolg nicht freuen, da er 90 Minuten lang auf der Bank saß. Was denkt Gündogan über die Situation seines Mitspielers?
Die beiden Spieler sind seit einigen Wochen Teamkollegen in Istanbul, nachdem Gündogan von Manchester City an den Bosporus gewechselt ist. Während Gündogan gegen Liverpool in der Startelf stand, fand Sané keinen Platz im Spiel. In ihrer gemeinsamen Zeit bei Manchester City trugen beide 123 Mal das Trikot des Klubs, und sie kennen sich auch aus der deutschen Nationalmannschaft.
Sané hat bisher erst ein einziges Tor für seinen neuen Verein erzielt. Nach dem Sieg gegen Liverpool äußerte Gündogan am Sky-Mikrofon: „Ich möchte Leroy nicht in Schutz nehmen. Er weiß selbst, dass er noch viel Potenzial hat. Er ist sich bewusst, was er verbessern muss. Wir reden viel, und er arbeitet daran, das sieht man auch.“
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte zuletzt auf eine Nominierung verzichtet und angemerkt, dass Sané nun in einer weniger starken Liga spiele und sich somit noch mehr beweisen müsse. Könnte die hohe Erwartungshaltung den Flügelstürmer möglicherweise sogar belasten?
Gündogan bittet darum, Sané nicht ausschließlich an Toren zu messen: „Am Ende ist er auch ein Spieler, der sich für die Mannschaft opfert. Oft wird übersehen, wie viel er defensiv arbeitet und wie viele Sprints er macht. Das ist für einen Spieler seines Status nicht selbstverständlich.“
Sané wartet weiterhin darauf, dass der Knoten platzt. Eine neue Mannschaft und ein neues Land bedeuten oft eine längere Eingewöhnungsphase. Gündogan betont: „Für mich ist es wichtiger zu sehen, dass er diese Einsatzbereitschaft hat, als dass er Tore schießt oder Vorlagen gibt.“