Luis Díaz glänzt beim FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt

Luis Díaz glänzt beim FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt

Beim 3:0-Sieg des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt sorgte Luis Díaz für strahlende Gesichter, obwohl die Anerkennung für seine Leistung nicht allein auf seinen Toren beruhte.

In München war das Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern gerade einmal 15 Sekunden alt, als die Partie mehr oder weniger entschieden war. Nach einem gravierenden Fehler von Robin Koch im eigenen Strafraum spielte Serge Gnabry den Ball zu Luis Díaz, der zur 1:0-Führung für den Rekordmeister einschob.

Die Eintracht hatte danach für mehr als 15 Minuten eine starke Phase und war mit dem zurückgenommenen Ausgleich von Jean-Mattéo Bahoya unzufrieden, der wegen eines Handspiels von Ritsu Doan in der Angriffssequenz nicht anerkannt wurde. Doch dann trat Díaz erneut in Erscheinung. Der Linksaußen passte auf Harry Kane, der mit einem präzisen Schuss das 2:0 (27.) erzielte.

Díaz, der vor Saisonbeginn für 75 Millionen Euro vom FC Liverpool verpflichtet wurde und anfangs als „Premier-League-Resterampe“ oder „Chancentod“ eingestuft wurde, machte in der 84. Minute mit seinem zweiten Tor alles klar in einem Spiel, das nach der Halbzeitpause etwas weniger dynamisch verlief.

Mit insgesamt fünf Toren und vier Vorlagen in sechs Bundesligaspielen hat der Kolumbianer einen hervorragenden Start hingelegt. Sportvorstand Max Eberl wurde in der Mixed Zone des Frankfurter Waldstadions auf Díaz’ Torgefährlichkeit angesprochen. Eberl betonte jedoch, dass ihn etwas anderes an Díaz beeindruckt: „Ich finde es bemerkenswert, wie er sich in den Dienst der Mannschaft stellt und auch verteidigt.“

Tatsächlich wirkte es in einer Szene so, als würde der FC Bayern mit einer Sechserkette agieren, da Díaz aktiv nach hinten arbeitete, um Lücken zu schließen. „Wir spielen teilweise mannorientiert, da ist die Linksverteidigerposition vakant und er muss den Raum abdecken. Das tut er mit einer unglaublichen Bereitschaft, er verteidigt bis zum Ende“, lobte Eberl.

Es sei „bemerkenswert, dass er das von Anfang an so konstant bringt“. Eigentlich sollte jedoch niemand von den Fähigkeiten des Flügelspielers überrascht sein. „Er hat in Liverpool bereits gezeigt, was er kann. Was er heute bei uns zeigt, hat er in der Premier League über dreieinhalb Jahre hinweg geliefert“, so Eberl.

Was könnte der Neuzugang noch besser machen? „Das müssen wir mal schauen“, sagte Trainer Vincent Kompany mit einem Augenzwinkern und fügte hinzu: „Er spielt seine erste Saison in Deutschland, das ist schon beeindruckend. Seine Aktivität und Energie passen hervorragend. Er bleibt immer involviert und ist stets am zweiten Pfosten.“

Die Auffassung, dass Flügelspieler sich aktiv am Defensivspiel beteiligen müssen, ist seit 2012 für den FC Bayern von zentraler Bedeutung. Nach dem Vize-Triple in Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League vermittelte Jupp Heynckes seiner Flügelzange Franck Ribéry und Arjen Robben, dass es entscheidend ist, den Verteidigern zu helfen. „Seine Art und Weise passt einfach sehr gut zu dem, was diese Mannschaft macht“, sagte Kompany am Samstagabend über Díaz. Aus diesem Grund war den Münchnern dieser Transfer jeden Cent wert.

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