Manuel Neuer kämpft um WM-Nominierung
Der Torwart von Bayern München, Manuel Neuer, hat mit Wadenproblemen zu kämpfen und steht vor einer entscheidenden Zeit. Die Entscheidung über seinen Einsatz im DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart wird kurz vor der Abreise nach Berlin getroffen.
In München wusste Neuer bereits am Mittwoch, dass die Zeit drängt. Nur etwas mehr als 24 Stunden blieben bis zur Nominierung für die WM, die am Donnerstag bekannt gegeben wird, und nur 48 Stunden bis zur Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalfinale am Freitag in Berlin. Normalerweise wären dies zwei große Ereignisse für den Rückkehrer in die Nationalmannschaft und Bayern-Kapitän, doch die Wadenprobleme trüben die Vorfreude.
Obwohl die Wade strukturell nicht beschädigt ist, bereitet sie ihm dennoch Beschwerden, was eine Prognose für die WM und das Pokalspiel am Mittwoch nahezu unmöglich macht. Es sind bereits vier Tage vergangen, seit Neuer im Spiel gegen den 1. FC Köln nach einer Stunde verletzungsbedingt vom Platz ging. Seitdem hat er nicht mehr auf dem Trainingsplatz trainiert.
Intern wird bereits von einem „Wettlauf gegen die Zeit“ gesprochen, um rechtzeitig zum Endspiel am Samstag um 20 Uhr gegen Stuttgart fit zu werden. Im Notfall stünde Jonas Urbig bereit, doch die Frage bleibt: Kann man einen angeschlagenen Neuer nominieren und Oliver Baumann vorziehen, oder wäre das Risiko für seine Gesundheit und das Team zu groß?
Neuer setzt alles daran, rechtzeitig fit zu werden. Er verließ das Feld am Samstag aus eigenem Antrieb, da er seine linke Wade gut kennt. Sein medizinisches Team sieht keinen direkten Zusammenhang zu seinem schweren Skiunfall vor dreieinhalb Jahren, aber sie sind sich bewusst, dass sein linker Unterschenkel anfällig ist. Mit 40 Jahren müssen Muskeln anders gepflegt werden, und Neuer ist bereit, sich wissenschaftlich fundiert um seine Gesundheit zu kümmern.
Ernährung, Training und Schlaf wurden optimiert, doch der erfahrene Torwart ist nicht immun gegen Altersbeschwerden. Es fällt ihm schwer, geduldig zu sein, während sich ihm die Welt eröffnet. Intern hat sich die Bayern-Führung darauf geeinigt, die Entscheidung über seinen Einsatz vor der Abreise nach Berlin zu treffen. Der allgemeine Tenor lautet: Kein Training, kein Spiel. Sollte Neuer am Donnerstag nicht trainieren können, wird Urbig in der Hauptstadt zum Einsatz kommen. Eine Entscheidung in letzter Minute möchte man vermeiden.