Manuel Neuer kündigt Comeback für die WM 2026 an
Nach seinem Rücktritt vom DFB im Jahr 2024 kehrt Manuel Neuer für die WM 2026 in das Tor der Nationalmannschaft zurück. Der Torwart hat nun sein Comeback und die damit verbundene Aura erklärt.
Winston-Salem – Um es klarzustellen: Die WM ist das letzte Turnier von Manuel Neuer. „Ich habe nicht vor, in zwei Jahren erneut an einer Europameisterschaft teilzunehmen“, erklärte er vor dem Spiel gegen die Elfenbeinküste am Samstag in Toronto. Alle Informationen rund um die WM finden Sie in unserem News-Ticker.
Doch ist ihm das zu glauben? Schließlich hat er vor zwei Jahren bereits einmal seinen Rücktritt erklärt. Vielleicht war es ohne Überzeugung, da er das Gefühl hatte, dass man mit 38 Jahren das Zepter übergeben sollte? Nach dem Viertelfinal-Aus gegen Spanien ließ er einige Tage verstreichen, bevor er sein Rücktrittsvideo veröffentlichte.
Manuel Neuer sieht das jedoch anders. „Wir hatten eine gute Heim-EM, und es fühlte sich richtig an, danach in der Nationalmannschaft aufzuhören.“ Mit mittlerweile 40 Jahren ist er sich bewusst, dass es eine hohe Belastung gewesen wäre, DFB-Torhüter zu bleiben – „die zwei Jahre wären unter dem, was wir mit Vinnie (Kompany, d. Red.) bei Bayern erreicht haben, eine zu große Herausforderung gewesen“. Verletzungspausen haben ihn ohnehin immer wieder zurückgeworfen.
Er hat den Kontakt zu Julian Nagelsmann und anderen ehemaligen Trainern gehalten – „ohne Hintergedanken“. Es gab nicht den einen entscheidenden Moment, der ihn dazu brachte, wieder für Deutschland spielen zu wollen. „Es hat sich entwickelt“, nachdem er von einer Verletzung genesen war, die ihn im Februar und März ausgebremst hatte. Er stellte sich die Frage, „ob ich noch fähig bin, ein Turnier zu spielen“. Phasen der Verletzungsanfälligkeit sind für ihn nicht neu: „Das war auch vor 2014 so.“ Er spielte dann sein bestes Turnier.
Wenn andere über Manuel Neuer sprechen, fällt häufig der Begriff der Aura, die ihn umgibt. Was macht diese Aura aus? „Das müssen Sie sagen“, witzelte er bei der DFB-Pressekonferenz, „ich habe gerade den Raum betreten.“ Im Ernst: „Es hat mit dem Erscheinungsbild zu tun. Mit Körpersprache vermittelt man den Mitspielern das vertrauensvolle Gefühl, dass da jemand ist, auf den sie sich verlassen können. Das könnte gemeint sein.“