Manuel Neuer's Controversial Return to DFB Team Sparks Internal Tensions
Die Rückkehr von Manuel Neuer hat offenbar zu internen Spannungen im DFB-Team geführt. Berichten zufolge kam sogar ein Rücktritt eines anderen Spielers zur Sprache.
Winston-Salem – Unter erheblichem Medienecho holte Julian Nagelsmann den 40-jährigen Manuel Neuer kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft ins DFB-Team zurück. Mit dieser umstrittenen Entscheidung sorgte der mittlerweile zurückgetretene Bundestrainer nicht nur für großes Aufsehen in den Medien, sondern auch für Konflikte innerhalb der deutschen Nationalmannschaft, wie das Portal ran berichtet.
Dem Bericht zufolge gab es signifikante interne Spannungen, die so stark waren, dass Torwarttrainer Andreas Kronenberg mit einem Rücktritt drohte. Der Grund dafür war, dass Nagelsmann die Entscheidung, Neuer entgegen vorheriger öffentlicher Äußerungen zurückzuholen, nicht intern abgestimmt hatte. Ursprünglich waren Oliver Baumann als Nummer eins und Alexander Nübel als dessen Ersatz vorgesehen.
Ein weiterer Aspekt spielte ebenfalls eine Rolle. Neuer soll als Bedingung für seine Rückkehr in die DFB-Auswahl gefordert haben, dass Nübel aus dem WM-Kader gestrichen und durch Jonas Urbig ersetzt wird. Nagelsmann konnte diesem Wunsch jedoch nur teilweise nachkommen. Er nahm Urbig zumindest als Trainingstorhüter mit und stufte Nübel, mit dem Neuer bereits zu Bayern-Zeiten ein angespanntes Verhältnis hatte, zur Nummer drei herab.
Dieser Kompromiss schien Neuer jedoch ausreichend zu sein, um zwei Jahre nach seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft erneut das Trikot mit dem Adler zu tragen. Letztlich erwies sich die Rückkehr jedoch weder für den DFB noch für Neuer selbst als lohnend. Der ehemalige Welttorhüter blieb bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada weit hinter den Erwartungen zurück und konnte nicht als Stabilitätsfaktor überzeugen.
Im Gegenteil: Neuer kassierte in der Gruppenphase mehr Gegentore (vier), als er Bälle abwehren konnte (drei). Nach der Niederlage gegen Ecuador (1:2) wies er laut Opta mit einer Paradenquote von 43 Prozent die schlechteste Quote aller 20 WM-Torhüter auf, die bis zu diesem Zeitpunkt drei Spiele über 90 Minuten absolviert hatten. Ob das DFB-Team mit Baumann im Tor weitergekommen wäre, lässt sich rückblickend nur spekulieren. Unabhängig davon hatten sich alle Beteiligten sicherlich mehr von Neuers Rückkehr erhofft.