Manuel Neuer über seine Rolle als Mentor beim FC Bayern
Manuel Neuer hat sich zur aktuellen Torwartsituation beim FC Bayern geäußert und dabei seine eigene Rolle im Übergang zur neuen Generation beleuchtet.
München – In einem Gespräch bei At Broski – Die Sport-Show gibt der fünfmalige Welttorhüter Manuel Neuer Einblicke in Themen wie Verantwortung, Teamgeist und die besondere Dynamik auf der Torhüterposition des deutschen Rekordmeisters. Der 39-Jährige sieht sich nicht mehr nur als die Nummer 1, sondern zunehmend auch als Mentor und Stabilitätsfaktor für die zukünftige Situation im Bayern-Tor.
„Ich kenne auch die andere Seite, wenn man kämpfen muss“, erklärte der Weltmeister von 2014 und erinnerte sich an seinen eigenen Werdegang: den Weg von der U19 in den Profibereich, die Rolle als dritter Torwart und das Warten auf die eigene Chance – Erfahrungen, die ihn bis heute prägen. Dieses Wissen möchte Neuer nun an die nächste Generation weitergeben.
Der Kapitän des Rekordmeisters fühlt sich verpflichtet, den Verein so zu unterstützen, dass die Torwartposition langfristig optimal besetzt ist. Es geht Neuer längst nicht mehr nur um seine Einsatzminuten, sondern vielmehr um das Team: „Wir sehen uns als Einheit“, sagte er über das aktuelle Torwartteam, zu dem neben ihm auch sein langjähriger Vertreter Sven Ulreich und Jonas Urbig gehören.
Urbig erhält besonderes Lob von Neuer, der von vielen als einer der besten Torhüter (GOAT) angesehen wird. Der 22-Jährige, der im Januar 2025 vom Zweitligisten 1. FC Köln an die Säbener Straße gewechselt war, übernahm verletzungsbedingt bereits kurz nach seiner Verpflichtung für zwei Monate die Verantwortung und sammelte auch in dieser Saison wichtige Spielminuten. Zweimal im DFB-Pokal, als Neuer gesperrt fehlte, und zweimal in der Bundesliga – und überzeugte dabei jedes Mal. „Er hat die beiden Spiele gut bestritten“, so Neuer über Urbigs Auftritte im Pokal.
Bemerkenswert ist Neuers Sichtweise auf die aktuelle Situation im Bayern-Tor: Es gibt keinen harten Konkurrenzkampf, sondern gegenseitige Unterstützung und Motivation. Im Training geht es darum, sich „mit Kampfgeist zu motivieren“, sich gegenseitig zu pushen und voneinander zu profitieren. Gerade für einen jungen Torwart wie Urbig ist dieses Umfeld laut Neuer entscheidend für seine positive Entwicklung.
Neuer verkörpert somit perfekt die angestrebte Vorgehensweise beim Rekordmeister. Der Übergang im Tor soll nicht abrupt, sondern kontrolliert erfolgen. Neuer, dessen Vertragsverlängerung über diese Saison hinaus noch aussteht, spielt dabei eine zentrale Rolle. Seine Erfahrung, Präsenz und Akzeptanz in der Kabine sind Faktoren, die kaum zu ersetzen sind.
Für die Entwicklung von Urbig ist dieses Vorgehen ein klares Zeichen dafür, dass der Verein und auch Neuer großes Vertrauen in ihn haben. Auch die aktuelle Spielzeit spielt eine wichtige Rolle. „Wir unterstützen uns gegenseitig“, lautet die klare Botschaft. Dieses Auftreten als Einheit könnte in den entscheidenden Monaten der so vielversprechend gestarteten FCB-Spielzeit von entscheidender Bedeutung sein, wenn es um die großen Titel geht.