Manuel Neuer und die Zukunft im DFB-Team
Manuel Neuer zeigt auch mit 39 Jahren eine beeindruckende Form und zählt weiterhin zu den besten Torhütern der Welt. Dennoch sorgt Lothar Matthäus für Überraschung, wenn es um die Möglichkeit eines Comebacks im DFB-Team geht.
München – Wie wird die fußballerische Zukunft von Manuel Neuer aussehen? Angesichts seines Alters und des auslaufenden Vertrags im kommenden Sommer wären viele nicht überrascht, wenn der Weltmeister von 2014 nach dieser Saison seine Karriere beendet. Gleichzeitig sind sich Experten einig, dass Neuer weiterhin das Potenzial hat, auf den größten Bühnen zu glänzen.
Seine Klasse stellte Neuer erst am vergangenen Wochenende unter Beweis, als er den FC Bayern gegen RB Leipzig mit mehreren Glanzparaden vor einem höheren Rückstand bewahrte. Die Leipziger führten lediglich mit 1:0, mussten jedoch nach einer beeindruckenden zweiten Halbzeit dem Rekordmeister zu einem 5:1-Sieg gratulieren.
Angesichts seiner starken Leistungen in dieser Saison plädiert Lothar Matthäus für eine Vertragsverlängerung mit dem Bayern-Kapitän. „Den würde ich auf jeden Fall verlängern. Ich glaube, da ist man in Gesprächen. Aber anscheinend wollen der FC Bayern und auch Manuel Neuer noch Zeit“, äußerte der TV-Experte kürzlich am Rande des Legenden Cups in der SAP Arena in München. Vertragsgespräche mit Neuer sollen voraussichtlich im Frühjahr stattfinden.
Zu den anhaltenden Spekulationen über ein Comeback von Neuer im DFB-Tor äußerte sich der Rekord-Nationalspieler überraschend klar. „Manuel hat einen Punkt gemacht, Bundestrainer Julian Nagelsmann hat dahinter einen Punkt gemacht“, sagte Matthäus. „Natürlich war die Leistung von Manuel Neuer am Samstag gegen Leipzig wieder sensationell. Aber wenn etwas nicht zusammenkommen will oder nicht zusammenpasst, dann sollte man einen Punkt dahinter machen.“
Matthäus ist der Meinung, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann mit Blick auf die WM im kommenden Sommer auch ohne Neuer gut aufgestellt ist. „Ich glaube, mit Baumann hat man zurzeit einen Torhüter, der es gut macht. Jetzt sollte man einfach mal aufhören mit diesen Diskussionen“, forderte der 64-Jährige – und fügte hinzu: „Wenn sich noch etwas ändern sollte, weil sich was ändern muss, dann sollten sich die Verantwortlichen zusammen unterhalten.“