Manuel Neuer und seine Rückkehr zur WM 2026: Markus Babbel äußert Zweifel
Wird Manuel Neuer zur WM 2026 als Torwart der deutschen Nationalmannschaft zurückkehren? Markus Babbel hat Zweifel und äußert eine brisante Vermutung.
Frankfurt/München – Manuel Neuer hatte am Mittwochabend im Emirates Stadium in London einen unglücklichen Arbeitstag. Vor dem ersten Gegentor wurde er leicht geschubst, und beim dritten Gegentreffer zog Gabriel Martinelli an ihm vorbei und schob den Ball ins leere Tor. Am Ende verlor der FC Bayern gegen den FC Arsenal in der Champions League mit 1:3.
In der Zwischenzeit vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über ein Comeback von Neuer im DFB-Tor diskutiert wird. „Dass er von seinem Können her nach wie vor der beste deutsche Torhüter und sogar einer der besten in Europa ist, darüber gibt es keine zwei Meinungen“, sagt Markus Babbel im Interview mit Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports.
„Aber“, so Babbel weiter, „er hat seinen Rücktritt erklärt, und deswegen stellt sich für mich die Frage gar nicht.“ Neuer verabschiedete sich nach der Europameisterschaft 2024 aus der Nationalmannschaft. „Er hat bewusst diesen Schritt gemacht“, betont Babbel. Laut dem EM-Sieger von 1996 gibt es für Neuer keinen triftigen Grund, diese Entscheidung zu revidieren.
„Ganz ehrlich, so wie unsere deutsche Nationalmannschaft im Moment auftritt, würde ich ihm raten, zu Hause zu bleiben und sich zu regenerieren“, sagt Babbel und fügt mit drastischen Worten hinzu: „Mit der deutschen Nationalmannschaft wird er definitiv nicht Weltmeister.“ Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann bezwang zwar zuletzt die Slowakei mit 6:0, tat sich aber zuvor in der WM-Qualifikation durchaus schwer.
„Neuer wird nur zur Weltmeisterschaft gehen, wenn er die realistische Chance sieht, mit dieser Mannschaft etwas erreichen zu können“, äußert Babbel seine brisante Vermutung. Neuer gewann mit Deutschland 2014 den Titel in Brasilien, doch laut Babbel bestehen keine vielversprechenden Aussichten, beim Turnier im kommenden Sommer in den USA, Kanada und Mexiko erneut den Pokal zu holen.