Marcel Reif kritisiert Aleksandar Pavlovic während der WM
Der Reporter Marcel Reif hat sich kritisch über die Leistung von Aleksandar Pavlovic, einem Spieler des FC Bayern, geäußert. Er wirft ihm vor, momentan keine Bereicherung für das Team zu sein.
In der vergangenen Saison spielte Pavlovic eine herausragende Rolle beim FC Bayern und trug zum Gewinn des Doubles aus Meisterschaft und Pokal bei. In 44 Pflichtspielen erzielte der 22-Jährige vier Tore und bereitete zwei weitere vor. In den entscheidenden Champions-League-Spielen, dem Viertelfinale gegen Real Madrid und dem Halbfinale gegen Paris Saint-Germain, setzte Bayern-Trainer Vincent Kompany Pavlovic durchgehend ein.
Bei der WM läuft es für den Mittelfeldspieler jedoch nicht wie erhofft. Im Spiel gegen die Elfenbeinküste erhielt er von unseren Reportern die Note 5. „Er konnte das Zentrum nicht kontrollieren und ließ den Ivorern zu viele Freiheiten im Mittelfeld. Dabei wirkte er teilweise überfordert mit dem Tempo und der Körperlichkeit des Gegners“, lautete das Urteil.
Auch gegen Ecuador war seine Leistung nicht besser, und die Benotung blieb gleich. „Pavlovic kam beim 1:1-Ausgleich von Ecuadors Angulo zu spät in den Zweikampf und konnte den Abschluss nicht verhindern. Danach unterliefen ihm zu viele technische Fehler im Passspiel, und auch in den Zweikämpfen konnte er sich kaum durchsetzen. Er hatte einen rabenschwarzen Tag“, wurde über den Münchner berichtet, der zur Halbzeit ausgewechselt wurde.
In einem Gespräch mit Bild-TV äußerte sich auch Marcel Reif über Pavlovic und bezeichnete ihn als „Passmaschine, den verlässlichsten von allen“. Normalerweise. Doch in dieser WM spiele er „völlig neben sich, spielt Bälle zum Gegner und wirkt überspielt und müde“. Reif bemerkte, dass die Saison für Pavlovic wohl lang gewesen sei. Auf den Einwand des Moderators, dass eine Saison vor einer WM für einen Spieler des FC Bayern immer lang sei, antwortete er: „Er ist noch ein junger Bayern-Spieler, es ist für ihn sein erstes großes Turnier.“
Reifs abschließendes Urteil fiel dementsprechend hart aus: „Er hilft im Moment überhaupt nicht weiter, aber null weiter!“ Gegen Ecuador wurde Angelo Stiller für ihn eingewechselt. Ob dies eine Option für das Sechzehntelfinale sei oder ob Joshua Kimmich auf seine Lieblingsposition auf der Sechs zurückversetzt wird, ließ Reif unbeantwortet. Letztendlich ist dies jedoch die Aufgabe von Trainer Julian Nagelsmann.