Marco Richter strebt mit Darmstadt 98 nach erfolgreichem Comeback

Marco Richter strebt mit Darmstadt 98 nach erfolgreichem Comeback

Der offensive Mittelfeldspieler Marco Richter möchte bei Darmstadt 98 sein Spiel zurückfinden. Trainer Florian Kohfeldt hat sich zum Ziel gesetzt, den 27-Jährigen dabei zu unterstützen. Ob ihnen das gelingen wird, bleibt abzuwarten.

Darmstadt – Bevor Florian Kohfeldt der Verpflichtung von Marco Richter als Sommer-Neuzugang zustimmte, kontaktierte der Trainer des Zweitligisten zunächst Sandro Schwarz. Schwarz, der seit fast zwei Jahren in New York lebt und die New York Red Bulls in der Major League Soccer coacht, war zuvor Trainer bei Hertha BSC und hatte Richter während seiner dortigen Zeit betreut.

Das Feedback, das Kohfeldt von Schwarz erhielt, war durchweg positiv, obwohl Richter mit Hertha im Mai 2023 in die zweite Liga abstieg und Schwarz zu diesem Zeitpunkt bereits entlassen worden war.

Beim FSV Mainz 05 war man überzeugt, dass der Hertha-Kapitän Richter mit seiner Beidfüßigkeit und kreativen Ideen zur Verbesserung der spielerischen Qualität des Teams beitragen könnte. Diese Erwartungen erfüllten sich jedoch nicht, und Richter wurde zum Hamburger SV in die zweite Liga ausgeliehen, konnte sich dort jedoch ebenfalls nicht durchsetzen. Oft wirkte er unkonzentriert und inkonsequent in seinen Aktionen.

Nach seiner Rückkehr zu Mainz in diesem Sommer äußerte Richter den Wunsch, „noch einmal richtig anzugreifen“, stellte jedoch schnell fest, dass die Nullfünfer trotz seines laufenden Vertrags nicht mehr auf ihn setzten. „Ich hatte dann sehr gute Gespräche in Darmstadt. Danach war die Entscheidung schnell getroffen.“ Damit unternimmt er einen Schritt zurück, um anschließend wieder voranzukommen.

Richter, der zu besten Zeiten bei Augsburg einen Marktwert von zehn Millionen Euro hatte, wurde nach nur zwei Trainingseinheiten direkt in die Startelf für den Saisonauftakt gegen den VfL Bochum berufen. Beim 4:1-Sieg zeigte er zwar nicht die beste Leistung, spielte jedoch solide. Dies setzte sich auch beim 1:0-Sieg in Nürnberg und beim 2:1-Pokalspiel in Lübeck fort, wo er fast ein Tor erzielt hätte. Am Sonntag (13:30 Uhr/Sky) tritt nun Hertha BSC an, der Verein, der Richter nicht mehr für die erste Liga als ausreichend erachtete.

In Berlin erinnert man sich an ihn als echten Teamplayer. Der 27-Jährige, der zwischenzeitlich an Hodenkrebs erkrankt war, wird von Darmstadts Cheftrainer Kohfeldt als hervorragender Charakter beschrieben, der gut in die Kabine passt. Der Trainer lobt auch Richters Bereitschaft, defensiv hart zu arbeiten.

Im Pokalspiel in Lübeck verhinderte Richter nach einer von ihm selbst ausgeführten Ecke einen Konter des Gegners in höchster Not. Kohfeldt hat dies natürlich bemerkt. Der Trainer hofft, dass die Offensiv- und Schusskraft des Spielers mit der Nummer 23 in Zukunft „den Unterschied machen“ wird. Er betont: „Marco tut uns gut.“

Es ist jedoch auch klar, dass Richter in den letzten zwei Jahren nur unregelmäßig zum Einsatz kam. Andernfalls hätte Darmstadt einen Spieler seiner Klasse nicht verpflichten können. „Ich kam aus einer schwierigen Situation“, erklärte er bei seiner Ankunft am Böllenfalltor und betonte, dass er nicht zu viel versprechen möchte, sondern zunächst einfach „zurück in die Spur finden“ wolle. Die ersten positiven Schritte hat Marco Richter bereits gemacht.

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