Marktwert von Hugo Larsson sinkt: Eintracht Frankfurt vor schwieriger Entscheidung
Der Marktwert von Hugo Larsson stürzt ab. Für Eintracht Frankfurt könnte dies im Sommer teuer werden – in mehrfacher Hinsicht.
Frankfurt – Noch vor wenigen Monaten galt Hugo Larsson von Eintracht Frankfurt als einer der gefragtesten Spieler auf dem europäischen Transfermarkt, mit regem Interesse von Topklubs aus England und Spanien. Doch das aktuelle Update von Transfermarkt.de vom 20. März hat den 21-Jährigen abrupt auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Sein Marktwert ist um acht Millionen Euro gefallen – und das zu einem ungünstigen Zeitpunkt.
Laut Transfermarkt.de ist Larssons Marktwert von 40 auf 32 Millionen Euro gesunken. Damit gehört er zu den größten Verlierern des gesamten Bundesliga-Updates – hinter Jamal Musiala (von 130 auf 120 Millionen Euro) und Karim Adeyemi (von 60 auf 50 Millionen Euro), was den drittgrößten Rückgang in der Liga darstellt. Für einen Spieler, der bei Topklubs in ganz Europa begehrt ist, ist dies ein bemerkenswerter Rückschlag. Auch Larssons Teamkollege Ritsu Doan hat einen Rückgang seines Marktwerts erfahren.
Die Brisanz liegt nicht nur in der Zahl selbst. Eintracht Frankfurt hofft dem Vernehmen nach auf einen hohen Transfererlös im Sommer – dieser könnte nun geringer ausfallen als erhofft. Larsson wurde 2023 für etwa neun Millionen Euro von Malmö FF verpflichtet und galt zuletzt als einer der wertvollsten Spieler im Kader der Hessen. Sein Vertrag läuft bis 2029, was der SGE zwar eine starke Verhandlungsposition sichert, jedoch auch einen hohen Marktwert als Verhandlungsgrundlage voraussetzt.
Die Gründe für den Wertverlust sind offensichtlich, wenn man einen Blick auf Larssons Saisonstatistiken wirft. In 27 Pflichtspieleinsätzen für die Eintracht hat der defensive Mittelfeldspieler lediglich ein Tor und drei Vorlagen erzielt – eine enttäuschende Bilanz, auch wenn man seine primär defensiv ausgerichtete Rolle berücksichtigt. Zum Vergleich: In der Vorsaison erzielte er noch sechs Treffer. Auch die Anzahl der kreierten Torchancen ist in dieser Spielzeit stark zurückgegangen.
Larsson fehlt es nicht an Spielzeit, er stand 22-mal in der Startelf. Doch die Leichtigkeit, mit der er in der Vorsaison das Frankfurter Mittelfeld dominierte, ist in dieser Saison oft nicht zu sehen. Ob dies an der körperlichen Belastung, taktischen Umstellungen oder einfach an einem Formtief liegt, bleibt bislang unklar.
Für Eintracht Frankfurt stellt die Situation ein Dilemma dar: Verkaufen sie Larsson im Sommer, riskieren sie, ihn unter Wert abzugeben. Halten sie ihn, setzen sie darauf, dass der Schwede zu alter Stärke zurückfindet und seinen Marktwert wieder steigert. Wie die SGE diesen Poker angeht, wird eine der spannendsten Transferfragen des Sommers sein.