Markus Babbel äußert Kritik an Pyro-Aktionen der Bayern-Fans
Markus Babbel hat seine Bedenken hinsichtlich der Pyro-Aktionen der Fans des FC Bayern München in der Südkurve geäußert. Die Diskussion über die Rolle der Ultras bleibt weiterhin kontrovers.
Der ehemalige Bayern-Verteidiger zeigt wenig Verständnis für die Feuerwerksaktionen der Fans und glaubt, eine Strategie hinter diesen Aktionen zu erkennen.
München – Die lautstarken Anhänger des FC Bayern in der Südkurve bringen regelmäßig ihre Meinungen durch Banner und Plakate zum Ausdruck. Oft richten sich die Botschaften an die Klub-Funktionäre sowie an Organisationen wie den DFB, die UEFA und die FIFA. Kürzlich sorgten die Fans erneut mit einem Pyro-Feuerwerk für Aufsehen und hitzige Diskussionen.
„Diese Pyro-Aktionen – ich verstehe es nicht“, sagte Babbel in einem Gespräch mit Absolut Fussball, dem Fußball-Nachrichtenportal von Home of Sports. Er erklärte: „Als Spieler hat mir das wenig gebracht. Klar, abends bei einem Spiel sieht es vielleicht etwas besser aus, als am Nachmittag, wenn man durch den Rauch kaum etwas sieht. Es riecht unangenehm und ist unabhängig davon gefährlich.“
Der UEFA-Cup-Sieger von 1996 betonte, dass es sich um ein „leidiges Thema“ handle. „Wenn du 100 Leute befragst, wirst du 50 dagegen und 50 dafür haben. Die Fans möchten ein Stück weit ihre Bedeutung demonstrieren. Das ist es, was sie wollen. Uli Hoeneß geht oft gegen die Ultras vor, und ich glaube, die Ultras möchten auch zeigen: ‚Moment, wir sind nicht unwichtig in diesem Verein.‘“
Babbel empfindet das Verhalten der Fans als „eine Art Kräftemessen“. Er erklärt weiter: „Man misst sich, wer von uns beiden eigentlich stärker ist.“ Der 53-Jährige äußerte Mitgefühl für die Vereine, da sie für solche Vorfälle erhebliche Geldstrafen zahlen müssen.
Neben Geldstrafen sind Teile der Südkurven-Fans für das nächste Heimspiel in der Champions League gegen Union Royale Union Saint-Gilloise gesperrt. Es gibt jedoch Gerüchte, dass die Anhänger absichtlich gegen die Bewährungsauflagen der UEFA verstoßen wollen, um in der K.o.-Phase der Königsklasse wieder freie Hand für ihre Aktionen zu haben.