Matthäus kritisiert Real Madrid vor dem Viertelfinal-Duell gegen Bayern
Vor dem Viertelfinal-Duell zwischen dem FC Bayern und Real Madrid äußert Lothar Matthäus eine harte Kritik an den Königlichen, insbesondere an den großen Namen des Klubs.
München – Das Aufeinandertreffen zwischen dem FC Bayern und Real Madrid verspricht ein spannendes Duell mit voller Stadionauslastung und vielen namhaften Spielern. Solche prestigeträchtigen Begegnungen sind das Herzstück der Champions League. Dennoch erkennt Matthäus vor dem Rückspiel einen klaren Vorteil für die Münchner.
Dieser Vorteil resultiert nicht nur aus dem 2:1-Hinspielsieg der Bayern vor rund einer Woche. Matthäus erkennt zwar die hohe Qualität im Kader der Königlichen, stellt jedoch fest, dass Real Madrid im Vergleich zu früheren Jahren etwas verloren hat, was große Mannschaften auszeichnet: Persönlichkeit und prägende Figuren.
„In den letzten Jahren oder Jahrzehnten waren Spieler wie Toni Kroos, Luka Modrić oder Sergio Ramos entscheidende Charaktere auf dem Platz, die jetzt fehlen“, schrieb er in seiner Kolumne für Sky. Für Matthäus liegt der Unterschied zwischen einem starken Kader und einer Mannschaft, die über Jahre eine besondere Aura entwickelt, genau darin.
„Es sind gute Spieler, aber kein einziger von ihnen ist eine Ikone. Weder Vinicius, noch Bellingham oder Mbappé sind vorhanden, und das fehlt Real“, kritisiert Matthäus. „Im Laufe des Jahres gab es bereits Unruhen in Madrid, insbesondere mit Alonso und dem Trainerwechsel. Aber mir fehlen bei Real einfach die Typen.“
Dennoch warnt der Experte vor der Stärke der Königlichen im Rückspiel am Mittwochabend. „Wenn Real Madrid wie in den letzten 25 Minuten des Hinspiels auftritt, mit einem Bellingham, der als Gamechanger agiert hat, kann sich die Situation schnell wenden – besonders wenn Neuer nicht seinen besten Tag hat, wie in Madrid.“
Es ist klar: In solch einem prestigeträchtigen Duell entscheiden meistens die kleinen Details. Auch Bayerns Zauberfuß Jamal Musiala könnte im Rückspiel zum entscheidenden Faktor werden. „In einem solchen Spiel können die kleinsten Fehler bestraft werden, was Real im Hinspiel beinahe zum Verhängnis geworden wäre“, mahnte Matthäus in seiner Kolumne. Die Bayern sind gewarnt.