Matthäus: Olise bleibt bei Bayern München

Matthäus: Olise bleibt bei Bayern München

Lothar Matthäus sieht keinen Anlass für Wechselgerüchte um Michael Olise. Der DFB-Rekordnationalspieler ist überzeugt, dass der Franzose beim FC Bayern München bleibt.

In seiner Kolumne für Sky Sport äußerte der Weltmeister von 1990, dass er fest mit einem Verbleib des talentierten Nationalspielers rechnet. Matthäus verweist auf die klaren Aussagen von Ehrenpräsident Uli Hoeneß, der einen Wechsel zuletzt deutlich ausgeschlossen hat. „Uli Hoeneß hat bereits vor einigen Wochen klar Stellung bezogen und erklärt, dass der Spieler bei Bayern bleibt und Real Madrid sich den Anruf sparen kann“, so Matthäus in seiner Kolumne.

Für Matthäus ist die Situation eindeutig: „Olise hat einen Vertrag in München, Bayern will ihn nicht verkaufen. Der Verein strebt nach Erfolg und hat bereits zwei sehr gute Transfers getätigt. Ich bin überzeugt, dass die Planungen noch nicht abgeschlossen sind.“ Zudem sieht Matthäus den 24-Jährigen in einer klaren sportlichen Position.

Obwohl Olise bei der Weltmeisterschaft im offensiven Mittelfeld hinter den Spitzen der französischen Nationalmannschaft zum Einsatz kam, sieht der ehemalige Weltfußballer seine größten Stärken auf der rechten Außenbahn. „Olise kann ins Zentrum rücken, wenn es nötig ist. Er hat auch bei Bayern schon dort gespielt, aber ich glaube, dass er sich auf dem rechten Flügel wohler fühlt“, so Matthäus.

In dieser Position habe der Shootingstar des FC Bayern deutlich stärkere Leistungen gezeigt als zuletzt im Trikot der „Équipe Tricolore“. Matthäus traut Olise auch eine prominente Rolle im Rennen um den begehrten Ballon d'Or zu. Er hebt die starke Saison des Franzosen hervor, in der er sowohl in der Bundesliga als auch bei der Weltmeisterschaft die meisten Torvorlagen lieferte.

Zudem gewann Olise mit den Münchnern das Double aus Pokal und Meisterschaft und erreichte mit Frankreich das WM-Halbfinale. Aus Matthäus’ Sicht reicht dies, um in den Kreis der Kandidaten für die prestigeträchtige Auszeichnung zu rücken. Generell blickt Matthäus optimistisch auf die kommende Saison des deutschen Rekordmeisters.

Die Tatsache, dass einige Nationalspieler nach der Weltmeisterschaft verspätet in die Vorbereitung einsteigen, bewertet er gelassen. „Natürlich ist es für einen Trainer am besten, wenn er seine Mannschaft so früh wie möglich zusammenhat, aber dass Spieler nach einem Turnier später zurückkommen, ist nichts Neues und kein Nachteil gegenüber der Konkurrenz“, erklärte Matthäus. Beim Trainingsauftakt an der Säbener Straße am Montag (20. Juli) fehlten Vincent Kompany und alle seine WM-Fahrer.

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