Matthias Sammer äußert sich erneut über Borussia Dortmund

Matthias Sammer äußert sich erneut über Borussia Dortmund

Matthias Sammer, der als externer Berater für Borussia Dortmund tätig ist, hat seine Entscheidung geändert und äußert sich wieder öffentlich zu seinem Klub.

Dortmund – Zu Beginn des Jahres sorgte Sammer, der als TV-Experte bei Prime auftrat, für Aufsehen, als er den Auftritt von Borussia Dortmund beim FC Bologna (1:2) scharf kritisierte. Diese pikanten Äußerungen hatten besondere Brisanz, da nach der Niederlage in Italien Trainer Nuri Sahin entlassen wurde und Sammer gleichzeitig als Berater für den BVB arbeitet.

In der Folge trat Sammer bei der Übertragung von Dortmunder Spielen nicht mehr auf und hielt sich an eine interne Vereinbarung, nicht mehr öffentlich über den BVB zu sprechen. Dieses umstrittene Schweigegebot gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Sammer hat nun sogar mit „Sammer & Basile – der Hagedorn-Talk“ zusammen mit Moderator Riccardo Basile eine eigene Sendung, in der er auch auf Borussia Dortmund eingeht.

Bei der Premiere seiner Sendung lobte Sammer die Arbeit von Trainer Niko Kovac, unter dessen Leitung sich die Entwicklung der Mannschaft deutlich positiv zeigt. „Er hat es wunderbar geschafft, dass die Mannschaft wieder marschiert“, sagte Sammer, der insbesondere Verbesserungen in den Bereichen Intensität, Ausdauer und Mentalität sieht.

„Das als Grundlage zu sehen, um besser zu verteidigen und auch Angriffszüge in einem System zu kreieren, in dem er den Spielern Vertrauen gegeben hat, ist eine positive Entwicklung in Dortmund“, freut sich der ehemalige BVB-Spieler und Meistertrainer, der Kovac „Ruhe, Souveränität und Klarheit“ bescheinigt.

Auch zwei Dortmunder Innenverteidiger erhielten lobende Worte von Sammer: „Nico Schlotterbeck entwickelt sich gerade hervorragend. Und Waldemar Anton bringt als Typ einen unglaublichen Willen mit, um in Bereichen, in denen er nicht top ist, auszugleichen.“ Dennoch ist Sammer vorsichtig und mahnt, dass man noch nicht zu zufrieden sein sollte.

„Lange Zeit wurde die Mannschaft und der Verein kritisiert, jetzt wendet sich das Blatt. Aber Borussia Dortmund ist weiterhin eine fragile Mannschaft. Wir sind noch lange nicht dort, wo der Verein und Niko hinwollen“, betont Sammer. Es sei wichtig, dass die Mannschaft hungrig bleibt, was auch „antizyklisches“ Handeln erfordere, „auch im Wissen, dass andere es nicht verstehen.“

In dieser Hinsicht möchte Sammer intern weiterhin kritisch hinterfragen und seinen Teil dazu beitragen, dass die positive Tendenz anhält. In dieser Saison möchte Borussia Dortmund der ärgste Verfolger des FC Bayern im Titelrennen sein. Vielleicht patzt der FCB ja auch entscheidend.

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