Max Eberl unter Druck: Matthias Sammer äußert sich

Max Eberl unter Druck: Matthias Sammer äußert sich

München – Der Sportvorstand des FC Bayern, Max Eberl, steht derzeit im Mittelpunkt der Diskussionen. Auslöser sind die Äußerungen von Uli Hoeneß, die er am Sonntag im Doppelpass machte. Der Ehrenpräsident des Vereins sprach von Differenzen bei Transferentscheidungen und bezeichnete Eberl als "ziemlich empfindlich". Am Freitag nahm Eberl in einer Pressekonferenz dazu Stellung.

Matthias Sammer äußerte sich ebenfalls zu der Situation zwischen Hoeneß und Eberl. "Ich glaube, dass Uli immer ein wichtiger Bestandteil des Klubs sein wird, egal in welcher Position. Er wird die Dinge benennen, wie er sie empfindet", sagte Sammer während einer Presserunde von Prime Video.

Sammer, der von 2012 bis 2016 als Sportvorstand des FC Bayern tätig war, betonte, dass Hoeneß mit 73 Jahren "alt genug ist, um zu wissen, was er tut". Er merkte an, dass es für Eberl "in dieser Position nicht einfach" sei. Obwohl Eberl sein Bestes gebe, so Sammer, lasse er oft zu, dass die Dinge über ihn hinweggehen. "Ich hätte manchmal schon gedacht, da darf man auch mal knurren, kratzen oder zurückbeißen," fügte er hinzu.

Trotz der Herausforderungen wünscht sich Sammer, dass Eberl "ein bisschen mehr in Ruhe gelassen wird, damit er besser arbeiten kann und sich nicht alle Medien und Experten an diesem Thema abarbeiten".

In der Zwischenzeit wird Markus Krösche, der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, bereits als möglicher Nachfolger von Eberl beim FC Bayern gehandelt. Sammer betonte, dass solche Spekulationen "ein Stück weit Salz in der Suppe für dieses Geschäft" seien. "Ich finde, das ist für Markus Krösche jetzt unangenehm. Ich finde, das ist aber auch für Max und den FC Bayern unangenehm," sagte er.

Sammer räumte ein, dass auch er nicht in die Zukunft blicken könne. "Spekulationen sollte man vielleicht tätigen, aber man sollte sie auch nicht so ernst nehmen. Und was die Zukunft bringt – im Winter oder nächstes Jahr im Sommer – das weiß ich nicht, und das wissen wir alle nicht," so der ehemalige Profi.

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