Maximilian Wöber spricht über seine Verletzung und Rückkehr
Maximilian Wöber, Verteidiger des SV Werder Bremen, ist seit Wochen aufgrund einer schweren Muskelverletzung außer Gefecht. Nun hat der Profi über die schmerzhafte „Pferdekuss“-Verletzung gesprochen, die ihn aus der Bahn geworfen hat.
In Deutschland wird eine Muskelprellung, die entsteht, wenn das Knie eines Gegners den eigenen Oberschenkel trifft, als „Pferdekuss“ bezeichnet. In Österreich kennt man sie als „Eisbein“. Diese Verletzung kann ernsthafte Folgen haben, wie Wöber am eigenen Leib erfahren musste. Seit Mitte August ist der gebürtige Wiener aufgrund dieser Verletzung außer Gefecht.
„Das Ganze ist schon eineinhalb Wochen vor dem Pokalspiel in Bielefeld passiert. Da habe ich ein Eisbein bekommen“, erklärte Wöber im Interview mit „Sky“. „Dabei ist am Muskel strukturell etwas verletzt worden.“ Zunächst hatte Wöber keine großen Schmerzen, weshalb er schnell ins Training zurückkehrte und im Spiel gegen Bielefeld in der Startelf stand. Doch in der 79. Minute musste er verletzt ausgewechselt werden. „Nach und nach ist der Muskel gerissen“, sagte Wöber. „Das habe ich während des Spiels gar nicht richtig gemerkt.“ Am nächsten Morgen folgte der Schock: „Ich bin aufgewacht mit einer Riesenbeule im Oberschenkel. Kurz darauf erhielt ich die Diagnose Muskelabriss und Muskelbündelriss. Seitdem kämpfe ich darum, so schnell wie möglich zurückzukehren.“
Wöber hofft, Mitte November wieder mit der Mannschaft trainieren zu können. Bis dahin ist Geduld gefragt: „Jetzt geht es darum, dass der Muskel wieder anwächst, dann kann ich die Reha voll in Angriff nehmen“, erklärte der 27-Jährige, der bis zum Sommer von Leeds United an Werder Bremen ausgeliehen ist, inklusive Kaufoption. Es ist umso bitterer für Wöber, dass er sich momentan nicht für ein langfristiges Engagement empfehlen kann. „Ich habe vor ein paar Tagen nach sechs Wochen den Schritt aufs Fahrrad gemacht. Das war schön, aber natürlich geht es mir viel zu langsam“, betonte der Linksfuß. Sein Ziel ist es, mit Verspätung bei Werder durchzustarten.
Sollte er in Zukunft erneut ein „Eisbein“ abbekommen, wird Wöber definitiv anders damit umgehen. „Jeder, der Fußball spielt, bekommt mal sowas ab. Man denkt sich: ‚Okay, ein Schlag, das tut ein paar Tage weh, und dann geht’s wieder.‘ Im Nachhinein hätte ich aber lieber noch ein paar Tage länger abwarten sollen“, resümierte der Profi des SV Werder Bremen.