Mexiko gewinnt Auftaktspiel der WM 2026, während außerhalb des Stadions Unruhen toben
Mexiko hat das Auftaktspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gewonnen. Doch vor dem legendären Aztekenstadion kam es zu schweren Auseinandersetzungen.
Mexico City – Der Beginn der WM 2026 sollte ein reines Fußballfest sein. Mexiko trat gegen Südafrika an, das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt war mit Weltstar Shakira bei der Eröffnungsfeier perfekt inszeniert. Während im Stadion gefeiert wurde, eskalierte jedoch die Lage draußen dramatisch. Die Bilder von den Ausschreitungen vor dem Stadion verbreiteten sich rasch weltweit.
Vor Eingangstor 8 des Aztekenstadions standen sich etwa 2.000 Demonstranten und rund 300 Polizisten gegenüber. Die Situation eskalierte schnell: Randalierer warfen Leuchtraketen und Steine auf die Einsatzkräfte, ein in der Nähe geparkter Lkw wurde beschädigt und Absperrzäune wurden niedergerissen. Die Bereitschaftspolizei setzte Tränengas ein, um die aufgebrachte Menge zurückzudrängen. Hier verpassen Sie keine Nachrichten zur WM in unserem News-Ticker.
Mittendrin im Chaos befand sich Sophia Cai, Global Reporterin bei Axel Springer. Sie berichtete live per Video aus dem Epizentrum der Unruhen: „Verrückte Szenen spielen sich hier ab. Polizisten zu Pferd versuchen, die Menge in Schach zu halten. Ich habe mit einer Demonstrantin gesprochen, die mir erzählte, dass die Familien von vermissten Personen bei der Suche allein gelassen werden. Ohne die Unterstützung der mexikanischen Regierung. Das Ganze steht im krassen Kontrast zu dem, was im Stadion geschah, wo die Welt Mexiko gegen Südafrika spielen sah. Das ist nur der erste von 39 Tagen bei der WM“, schilderte Cai.
Auch ein prominenter Name tauchte mitten in den Wirren auf: Ex-Real-Madrid-Star Marcelo. Der brasilianische Linksverteidiger, der als Gast zum Eröffnungsspiel gereist war, geriet vor dem Aztekenstadion in die eskalierenden Ausschreitungen. Sicherheitskräfte evakuierten den früheren Champions-League-Sieger umgehend unter Polizeischutz. Marcelo blieb unverletzt.
Lokale Medien berichteten von mindestens einem verletzten Polizisten und mehreren Festnahmen von Randalierern. Mexikos Sicherheitsbehörden hatten im Vorfeld des Turniers massiv aufgerüstet – rund 100.000 Beamte sollen landesweit im Einsatz sein.
Auf dem Rasen gewann Mexiko das Eröffnungsspiel verdient mit 2:0 gegen Südafrika und sorgte im Aztekenstadion für Jubel. Doch der sportliche Erfolg des Gastgebers trat an diesem Abend in den Hintergrund. Die WM 2026 hat begonnen – mit einer überwältigenden Kulisse und einem ersten dunklen Kapitel, das die Organisatoren und die FIFA unter Druck setzt.