Michael Olise bricht Rekord trotz Tränen im kleinen WM-Finale

Michael Olise bricht Rekord trotz Tränen im kleinen WM-Finale

Michael Olise erlebte im kleinen WM-Finale gegen England ein emotionales Wechselbad. Der französische Star stellte zwar einen historischen Rekord auf, brach jedoch nach dem Spiel in Tränen aus.

Miami – Das kleine Finale der WM 2026 entwickelte sich zu einem wahren Spektakel. England besiegte Frankreich am Samstagabend mit 6:4 und sicherte sich damit den dritten Platz in einem Rekordspiel. Die „Three Lions“ führten zwischenzeitlich bereits mit 4:0, doch Frankreich kämpfte sich zurück. Neben dem Doppelpacker Kylian Mbappé war auch Bayern-Star Michael Olise entscheidend am Spielgeschehen beteiligt.

Direkt nach dem Wiederanpfiff leitete Olise die Aufholjagd der Franzosen ein. Der 24-Jährige spielte kurz vor dem Strafraum einen präzisen Steilpass auf Mbappé, der in der 48. Minute auf 1:4 verkürzte. Auch am nächsten Treffer war Olise maßgeblich beteiligt: Nach einem Doppelpass mit dem Stürmer von Real Madrid erzielte Mbappé erneut den Anschlusstreffer.

Mit seinen beiden Vorlagen schrieb der von Real Madrid umworbene Offensivspieler WM-Geschichte. Insgesamt kommt Olise bei der Endrunde auf sieben Assists und stellte damit einen neuen Rekord auf. Er übertraf die jahrzehntelang gültige Bestmarke von Pelé, der bei der WM 1970 sechs Treffer vorbereitet hatte. Damit gehört der Rekord des brasilianischen Fußball-Idols endgültig der Vergangenheit an.

Unmittelbar nach dem Abpfiff musste Olise jedoch vom scheidenden französischen Nationaltrainer Didier Deschamps getröstet werden. Der Grund war eine vergebene Chance des Bayern-Stars auf den Ausgleich: Olise hatte das zwischenzeitliche 4:4 auf dem Fuß, vergab jedoch aus aussichtsreicher Position. Wie die französische Zeitung L’Équipe berichtet, soll der 24-Jährige in der Kabine in Tränen ausgebrochen sein und sich Vorwürfe gemacht haben.

Mit dem zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer hätte Olise Nationaltrainer Didier Deschamps einen versöhnlichen Abschied bescheren können. Der 57-Jährige, der sowohl als Spieler als auch als Trainer Weltmeister wurde, wird die Équipe Tricolore nach 14 Jahren verlassen. Deschamps übernahm das Amt 2012 und führte die Franzosen sechs Jahre später in Russland zum WM-Titel.

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