Michael Owen äußert Bedenken zu Harry Kanes Transfer bei Bayern München

Michael Owen äußert Bedenken zu Harry Kanes Transfer bei Bayern München

Michael Owen, eine prominente Stimme im englischen Fußball, hat Bedenken hinsichtlich der Langfristigkeit eines Transfers von Harry Kane geäußert. Er stellt in Frage, ob der Bayern-Star lediglich eine Investition für die Gegenwart ist.

Owen bezeichnet die Verpflichtung des englischen Torjägers als potenziellen Geldverlust. Trotz Kanes beeindruckender Leistungen sieht er die Investition als kurzfristig an. „Man kauft ihn für das Hier und Jetzt – und wie viele Jahre bekommt man dafür? Ein, zwei, drei, vier? Ich weiß es nicht“, sagte Owen in einem Interview mit Goal.com.

Harry Kane wechselte im Sommer 2023 für eine Rekordablöse von 95 Millionen Euro zu den Bayern und hat einen Vertrag bis 2027 unterschrieben. Der FC Bayern plant, diesen Vertrag vorzeitig zu verlängern, und auch Kane selbst zeigt sich offen für eine solche Option. Berichten zufolge verfügt Kane über eine Ausstiegsklausel in Höhe von 65 Millionen Euro, die jedoch bereits in diesem Winter aktiviert werden müsste.

Owen äußerte Zweifel daran, dass Kane ursprünglich vorhatte, bei Bayern München zu spielen. Er sieht Vereine wie Manchester United, Manchester City, Real Madrid oder Barcelona als wahrscheinlichere Ziele für den englischen Nationalspieler. „Wenn man Harry Kane vor acht Jahren gefragt hätte: ‚Glaubst du, dass du einmal bei Bayern München landen wirst?‘, hätte er wahrscheinlich ‚Nein‘ gesagt“, mutmaßte Owen.

Seiner Meinung nach wurde Kanes Karriereplanung stark von äußeren Faktoren beeinflusst. Transfers von Spielern wie Erling Haaland zu Manchester City und Kylian Mbappé zu Real Madrid sowie die Situation von Robert Lewandowski bei Barcelona hätten eine Rolle gespielt. „Es kommt darauf an, wer einen braucht, wer einen will, es muss einfach der perfekte Zeitpunkt sein“, erklärte Owen.

Owen stellt zudem die Bedeutung von Kanes Erfolgen in der Bundesliga in Frage. Obwohl Kane in der Liga als Torgarant glänzt, glaubt er, dass seine Rekorde in der Premier League mehr Gewicht gehabt hätten. „Er ist gegangen, hat eine Meisterschaft gewonnen, eine Menge Tore geschossen und viele Rekorde gebrochen. Aber ich glaube, das hätte in der Premier League viel mehr Gewicht gehabt“, so Owen.

Trotz Kanes beeindruckender Leistungen bei Bayern München bleibt Owen skeptisch. Er rät anderen Topteams davon ab, sich um Kane zu bemühen. „Das Problem mit Harry Kane ist, dass er zwar immer noch ein unglaublicher Spieler ist, aber es ist wirklich verschwendetes Geld, wenn man Harry Kane kauft“, fasste Owen zusammen. Ein Transfer zu einem anderen großen Verein wäre seiner Einschätzung nach nicht unbedingt die klügste Entscheidung.

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