Michael Reschke warnt vor dünnem Kader des FC Bayern
München – Michael Reschke, ehemaliger Kaderplaner des FC Bayern, hat die aktuelle Transferperiode des deutschen Rekordmeisters kritisch analysiert. Trotz der Verpflichtung von Nicolas Jackson sieht er das Team von Vincent Kompany nicht ausreichend für die Herausforderungen in der Bundesliga und der Champions League gerüstet. Reschke äußerte sich bei Sky: „Der Kader des FC Bayern ist zu dünn aufgestellt. Sie haben 12, 13 gute Spieler, aber danach wird es schwierig, insbesondere im Hinblick auf die Champions League.“
In dieser Transferperiode hat der FC Bayern lediglich vier Neuzugänge verpflichtet: Luis Díaz (FC Liverpool), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen), Tom Bischof (TSG Hoffenheim) und Nicolas Jackson (FC Chelsea). Demgegenüber stehen jedoch namhafte Abgänge, darunter Thomas Müller, Leroy Sané, Kingsley Coman und Mathys Tel.
Die Leihe von Jackson wird von vielen Fans und Experten skeptisch betrachtet. Reschke betonte, dass Leihgeschäfte eine sinnvolle Option darstellen können, um die Kaderstabilität zu gewährleisten, insbesondere wenn Kaufoptionen vereinbart werden. Er verwies auf seine eigene Erfahrung beim FC Bayern: „Grundsätzlich kann man sich Gedanken über Leihspieler machen, um damit eine Kader-Stabilität hinzubekommen, vor allem, wenn man Kaufoptionen vereinbart. Das haben wir mit Kingsley Coman damals genauso gemacht.“
Bei der Suche nach weiteren Verstärkungen musste der Rekordmeister zudem schmerzliche Rückschläge hinnehmen. Florian Wirtz entschied sich für den FC Liverpool, während Nick Woltemade trotz einer Einigung mit den Münchnern für bis zu 90 Millionen Euro zu Newcastle United wechselte.
Trotz dieser Rückschläge macht Reschke dem Chefkaderplaner Max Eberl keine Vorwürfe: „Das Verhalten des FC Bayern ist völlig normal. Man hat Interesse an den Spielern, legt eine Ablöse-Grenze fest, und wenn es dann scheitert, bist du halt der Verlierer. Ich habe den FC Bayern immer als wirtschaftlich sehr vernünftig kennengelernt.“