Mohamed Salah äußert Frustration über seine Situation beim FC Liverpool
Der FC Liverpool steht erneut im Fokus der Kritik: Mohamed Salah, der Superstar des Teams, sitzt zum dritten Mal in Folge auf der Bank und äußert seinen Unmut über seine aktuelle Situation und Trainer Arne Slot.
Nach dem jüngsten Unentschieden gegen Leeds United, das den Tiefpunkt einer anhaltenden Krise für Liverpool markiert, ist Salah sichtlich frustriert. In diesem Spiel erhielt er, wie auch in den beiden vorhergehenden Partien, keine Spielzeit. „Ich konnte nicht glauben, dass ich 90 Minuten lang auf der Bank saß. Das ist jetzt schon das dritte Mal. Ich glaube, so etwas passiert mir zum ersten Mal in meiner Karriere“, erklärte der Ägypter nach dem Spiel.
Salah, der seit 2017 für die Reds spielt und bereits Legendenstatus erreicht hat, äußerte seine Enttäuschung über die aktuelle Situation: „Ich habe über die Jahre so viel für diesen Verein geleistet, besonders in der letzten Saison. Es scheint, als hätte mich der Verein fallen gelassen. So fühle ich mich.“ In der vergangenen Saison war Salah einer der besten Spieler der Welt mit 34 Toren und 23 Vorlagen, während er in dieser Saison bisher nur acht Torbeteiligungen verzeichnen kann.
Erst im Frühjahr verlängerte Salah seinen Vertrag bis 2027, nachdem ihm „viele Versprechungen gemacht“ worden waren. „Aber bisher saß ich drei Spiele lang auf der Bank, daher kann ich nicht sagen, dass sie ihre Versprechen gehalten haben“, kritisierte er die Vereinsführung. Insbesondere Trainer Arne Slot steht im Kreuzfeuer seiner Kritik.
„Ich habe schon oft gesagt, dass ich ein gutes Verhältnis zum Trainer hatte, aber plötzlich haben wir kein Verhältnis mehr. Ich weiß nicht warum, aber ich habe den Eindruck, dass mich jemand nicht im Verein haben will“, mutmaßte Salah. Die Situation sei für ihn „nicht akzeptabel“. Er betonte, dass er nicht als Problem betrachtet werden sollte: „Ich glaube nicht, dass ich ein Problem bin.“
Salah ist der Meinung, dass er nicht mehr um seine Position kämpfen müsse, „weil ich sie mir verdient habe. Ich bin nicht größer als der Verein. Ich bin nicht größer als irgendetwas. Aber ich habe sie mir verdient.“ Er deutete an, dass ein Wechsel im Winter möglich sei, falls sich an seiner Situation nichts ändere.
„Ich habe meine Eltern angerufen und ihnen gesagt, sie sollen zum Spiel gegen Brighton kommen. Es ist egal, ob ich spiele oder nicht. Ich werde es genießen. Ich werde einfach in Anfield sein und mich vor dem Afrika-Cup von den Fans verabschieden, weil ich nicht weiß, was dann passieren wird“, erklärte er sichtlich niedergeschlagen. Abschließend äußerte er: „Nach allem, was ich für den Verein getan habe, tut das wirklich weh.“
Das kommende Duell gegen Brighton wird für Salah das letzte Heimspiel sein, bevor er sich zur Afrikameisterschaft begibt. Es könnte eine emotionale Abschiedsvorstellung für den ägyptischen König an der Anfield Road werden, nachdem er bereits nach dem Leeds-Spiel eine emotionale Ehrenrunde drehte.