Neuer Geschäftsführer beim BVB: Cramer übernimmt Verantwortung

Neuer Geschäftsführer beim BVB: Cramer übernimmt Verantwortung

Borussia Dortmund hat die Nachfolge von Hans-Joachim Watzke in der Geschäftsführung geregelt: Ein Geschäftsführer erhält zusätzliche Aufgaben, während das Leitungsgremium weiblicher wird.

Dortmund – Vor seiner Wahl zum Präsidenten von Borussia Dortmund musste Hans-Joachim Watzke bei der Mitgliederversammlung am Sonntag, dem 23. November, einen formalen Schritt vollziehen. Nach 20 Jahren als Klubchef gab er seinen Rückzug vom Vorsitz der Geschäftsführung bekannt. Rund drei Stunden war Watzke ohne Amt, bevor er mit einem schwachen Wahlergebnis von 59 Prozent als Präsident übernommen hat.

Das Vakuum in der operativen Führungsetage hielt etwas länger an: Am Mittwoch informierte der BVB über die Nachfolgeregelung. Wie erwartet, wird Carsten Cramer zusätzliche Verantwortung übernehmen. Der gebürtige Münsteraner, der bisher für Marketing, Vertrieb, Digitalisierung und Internationalisierung in der Geschäftsführung zuständig war, übernimmt nun auch die Bereiche Kommunikation und Strategie.

Cramer wird künftig als Sprecher der Geschäftsführung fungieren, wie der Klub mitteilt. Obwohl sein Titel von dem von Watzke (Vorsitzender der Geschäftsführung) abweicht, kann man sagen, dass Cramer die Nachfolge von Watzke als wichtigste Führungsfigur der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA antritt.

„Es erfüllt mich mit Freude und Stolz, den BVB künftig in einer so exponierten Funktion vertreten zu dürfen“, erklärte der 56-Jährige zur Entscheidung des zuständigen Präsidialausschusses. „Es treibt mich an, dass wir gemeinsam und maximal ambitioniert mit einem hochmotivierten Team eine erfolgreiche schwarzgelbe Zukunft angehen“, fügte Cramer hinzu.

Cramer trat 2010 als Direktor für Vertrieb & Marketing beim BVB ein und wurde 2018 in die Geschäftsführung befördert. Zuletzt gehörten neben ihm und Watzke auch Thomas Treß (Finanzen, Organisation, Recht und Investor Relations) sowie Lars Ricken (Sport) zur Geschäftsführung. An den Aufgaben von Treß und Ricken ändert sich nun nichts.

Die Geschäftsführung wird nach Watzkes Ausscheiden weiterhin von vier Personen geleitet. Neu bestellt wurde Svenja Schlenker, die für den Bereich Personal zuständig sein wird. Die 42-Jährige war bisher unter anderem Vorsitzende des Betriebsrats beim BVB, gibt diesen Posten nun jedoch ab. Schlenker bleibt Abteilungsleiterin für Mädchen- und Frauenfußball beim BVB.

„In meiner Funktion als Vorsitzende des Betriebsrats war es mir stets wichtig, dass zwischen dem Unternehmen und seinen Mitarbeitenden ein gutes und vertrauensvolles Klima herrscht“, sagte Schlenker. „Das ist künftig auch als Mitglied der Geschäftsführung mein Ziel. Gleichzeitig ist es mein und unser aller Ansporn, die erfolgreiche Entwicklung des Frauenfußballs fortzusetzen.“

Schlenker ist die erste Frau, die beim BVB in die Geschäftsführung berufen wird. Watzke hatte es sich zur Aufgabe gemacht, für mehr weibliche Repräsentation in Führungsgremien einzutreten. Bei der Mitgliederversammlung wurde die bisherige Vizepräsidentin Silke Seidel zur Schatzmeisterin gewählt und bleibt damit im dreiköpfigen Vorstand des eingetragenen Vereins.

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