Nicolas Jacksons Zukunft beim FC Bayern ungewiss

Nicolas Jacksons Zukunft beim FC Bayern ungewiss

Die Anzeichen verdichten sich, dass Nicolas Jackson den FC Bayern im Sommer verlassen könnte. Eine feste Verpflichtung des Stürmers gilt als unwahrscheinlich.

München – Der vom FC Chelsea ausgeliehene Stürmer Nicolas Jackson steht beim FC Bayern vor einer ungewissen Zukunft. Im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen RB Leipzig war der 24-jährige Senegalese nicht im Kader, was als deutliches Zeichen gewertet werden kann. Laut dem Kicker-Sportmagazin ist eine feste Verpflichtung Jacksons derzeit wenig realistisch.

Jackson hat bisher 637 Pflichtspielminuten in 21 Partien absolviert und dabei fünf Tore sowie eine Vorlage erzielt. Diese Zahlen entsprechen nicht den Erwartungen an einen Spieler, der als zusätzliche Option hinter Harry Kane eingeplant war. Die ursprünglich an Einsatzzeiten gekoppelte Kaufpflicht greift nicht mehr, jedoch besteht weiterhin eine Kaufoption in Höhe von 65 Millionen Euro. Angesichts seiner begrenzten Rolle unter Trainer Vincent Kompany und der wirtschaftlichen Vernunft des Vereins erscheint ein solches Investment schwer zu rechtfertigen.

Jacksons Berater Ali Barat hat die Gerüchte um ein vorzeitiges Aus dementiert. Ende Dezember erklärte er im Gespräch mit Transfer-Experte Fabrizio Romano: „Die Saison ist noch jung. Nico hat den Afrika-Cup und eine lange Saison bei Bayern vor sich, auch die Champions League. Deshalb denke ich, dass es noch sehr früh ist, diese Frage zu beantworten.“ Barat betonte, dass man sich am Saisonende zusammensetzen und „alle Optionen prüfen“ werde.

Bisher agiert Jackson unter Kompany nur als Ergänzungsspieler, in entscheidenden Spielen werden andere Lösungen bevorzugt. Sollte sich an dieser Rollenverteilung nichts ändern, dürfte der FC Bayern im Sommer Abstand von einer festen Verpflichtung nehmen. Ein solches Szenario würde bedeuten, dass sich das Kapitel München für Jackson nach nur einer Saison schließen könnte.

Für den FC Bayern wäre dies ein weiteres Transfer-Experiment, das nicht den erhofften Erfolg gebracht hat. Angesichts der bereits gezahlten Leihgebühr an Chelsea, von denen ein Teil die Spielerseite übernahm, wäre ein Verzicht auf die Kaufoption eine wirtschaftlich vernünftige Entscheidung. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Jackson noch die Chance erhält, sich beim Rekordmeister zu beweisen, oder ob er sich im Sommer nach einer neuen Herausforderung umsehen muss. (smr)

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