Ottmar Hitzfeld kehrt für DFB-Testspiel zurück nach Basel

Ottmar Hitzfeld kehrt für DFB-Testspiel zurück nach Basel

Ein besonderes Spiel für eine herausragende Trainerpersönlichkeit: Ottmar Hitzfeld kehrt für das Duell zwischen Deutschland und der Schweiz ins Stadion zurück.

Basel – Einige Spiele tragen mehr Geschichte in sich als andere, insbesondere wenn ein Name wie Ottmar Hitzfeld damit verbunden ist. Wenn das DFB-Team auf die Schweiz trifft, verschwimmen für den 77-Jährigen Vergangenheit und Gegenwart. Das WM-Testspiel in Basel wird für ihn zu einer persönlichen Reise durch Jahrzehnte des Spitzenfußballs.

Im St. Jakob-Park wird Hitzfeld am Freitagabend auf der Tribüne sitzen. Besonders daran ist, dass der ehemalige Erfolgstrainer seit Jahren kein Profispiel mehr live im Stadion verfolgt hat. Er wurde vom Schweizer Fußballverband eingeladen, eine Initiative des Präsidenten Peter Knäbel. Ein Sprecher des Verbands äußerte gegenüber dpa: „Wir freuen uns sehr auf ihn.“

Die besondere Bedeutung dieses Spiels für Hitzfeld ist offensichtlich. Kaum ein Trainer verkörpert die Verbindung zwischen deutschem und schweizerischem Fußball so sehr wie er. Mit dem FC Bayern München und Borussia Dortmund feierte er große Erfolge, gewann insgesamt sieben deutsche Meisterschaften und führte beide Clubs zum Gewinn der UEFA Champions League – Dortmund 1997 und Bayern 2001.

Doch auch in seiner Heimat hinterließ Hitzfeld bleibende Spuren. Mit dem Grasshopper Club Zürich holte er den Meistertitel und führte später als Nationaltrainer die Schweiz zu den Weltmeisterschaften 2010 und 2014. Zwischen 2008 und 2014 prägte er eine ganze Generation und machte das Team international konkurrenzfähig.

Die Tatsache, dass Hitzfeld einst auch als Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft gehandelt wurde, unterstreicht seinen Stellenwert im Weltfußball, auch wenn es nie zu einem Engagement kam. Umso symbolischer erscheint nun seine Rückkehr zu einem Spiel, das beide Fußballwelten vereint.

Begleitet von seiner Ehefrau Beatrix wird Hitzfeld das Spiel verfolgen – nicht als Trainer, sondern als stiller, genießender Beobachter. Doch allein seine Anwesenheit verleiht dem Duell eine zusätzliche Bedeutung. Es ist die Rückkehr eines Mannes, der den europäischen Fußball über Jahrzehnte geprägt hat und dessen Geschichte untrennbar mit beiden Teams verbunden bleibt.

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