Per Mertesacker: Emotionale Rückkehr nach Champions-League-Finale
Per Mertesacker hat eine besondere Verbindung zu mehreren Spielern des FC Arsenal. Die Niederlage im Champions-League-Finale hat ihn an den Rand der Tränen gebracht.
Budapest – Für ZDF-Experte Per Mertesacker hatte das Champions-League-Finale eine besondere Bedeutung. Nach acht Jahren als Leiter der Nachwuchsabteilung der Gunners wird Mertesacker den Verein in diesem Sommer verlassen. Ein Sieg im Finale gegen Paris Saint-Germain hätte seine Arbeit gekrönt. Stattdessen kämpfte er am Ende mit Tränen der Enttäuschung.
Gemeinsam mit Christoph Kramer und Jochen Breyer führte Mertesacker die ZDF-Zuschauer durch den Champions-League-Abend. Schon zu Beginn war klar, dass er eine besondere Rolle einnehmen würde. Als Angestellter der Gunners wollte er sich nicht in eine neutrale Position begeben und sprach wiederholt von „wir“, wenn es um den FC Arsenal ging.
Im Champions-League-Finale standen mit Bukayo Saka und Myles Lewis-Skelly gleich zwei ehemalige Jugendspieler des FC Arsenal in der Startelf. Diese Spieler waren unter Mertesackers Leitung in der Nachwuchsabteilung gefördert worden und verdanken möglicherweise ihren Durchbruch den von ihm initiierten Umstrukturierungen im Jugendbereich.
Die Tränen, die Mertesacker nach dem Spiel vergoss, waren jedoch nicht nur auf seine Verbindung zu den Eigengewächsen zurückzuführen. Als Spieler war der „Big Fucking German“ selbst sieben Jahre lang für die Gunners aktiv, wurde zum Publikumsliebling und gilt als wahre Arsenal-Legende. Daher ist es kaum verwunderlich, dass er seine Rolle als TV-Experte nur teilweise ausfüllen konnte. Immer wieder starrte er mit geröteten Augen ins Leere.
Breyer und Kramer bemerkten, dass es Mertesacker nicht gut ging, und versuchten, ihn trotz ihrer Objektivität bestmöglich zu unterstützen. „Es tut uns auch wirklich leid für dich, Per“, sagte Breyer zum Ende der Übertragung. Während Mertesacker versuchte, die Situation mit einem Scherz zu entschärfen („Ihr nehmt mich ja noch in den Arm später“), war sein Gesichtsausdruck von Enttäuschung und Traurigkeit geprägt, die sich nicht mehr zurückhalten ließen.