PSG erreicht Champions-League-Finale, Ausschreitungen in Paris
Paris Saint-Germain (PSG) hat sich im Champions-League-Halbfinale gegen den FC Bayern München durchgesetzt und zieht ins Finale ein. Der sportliche Erfolg wurde jedoch von gewaltsamen Ausschreitungen in Paris überschattet, während auch in München nicht alles ruhig blieb.
Nach dem Rückspiel, das mit einem 1:1 endete und PSG nach einem 5:4-Sieg im Hinspiel ins Finale nach Budapest brachte, kam es in der französischen Hauptstadt zu Unruhen. Laut Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez wurden im Großraum Paris insgesamt 127 Personen festgenommen. Elf Menschen erlitten Verletzungen, darunter eine Person schwer. Zudem wurden 23 Polizisten leicht verletzt, während einige Beamte mit Feuerwerkskörpern angegriffen wurden. Nuñez verurteilte die Ausschreitungen „auf das Schärfste“.
Berichten französischer Medien zufolge versammelten sich Fans nicht nur rund um das Heimstadion von PSG, den Parc des Princes, sondern auch auf der Champs-Élysées, wo Versammlungen ausdrücklich verboten waren. Einige Fans versuchten sogar, auf die Stadtautobahn zu gelangen. Die Polizei setzte in einigen Bereichen Tränengas ein.
Die Vorfälle in Paris erinnern an die massiven Unruhen nach dem Titelgewinn von PSG im Jahr 2025, als es ebenfalls zu Plünderungen und Brandstiftungen kam. Obwohl die 294 Festnahmen von damals nicht erreicht wurden, bleibt die aktuelle Bilanz besorgniserregend. Nuñez kündigte für das Finale am 30. Mai in Budapest einen Großaufgebot an: „Wir werden keine Ausschreitungen tolerieren.“
In München blieben größere Krawalle aus, jedoch gab es auch hier Störungen. Berichten zufolge kam es bereits vor dem Anpfiff in einer U-Bahn-Station zu einer Auseinandersetzung, bei der etwa 60 vermummte Bayern-Anhänger rund 15 PSG-Fans verfolgten. Die Münchner Polizei konnte dies allerdings nicht bestätigen. Später musste eine U-Bahn mit französischen Fans auf dem Weg zum Spiel aufgrund starker Rauchentwicklung evakuiert werden, die durch eine E-Zigarette verursacht wurde.