Punktabzug für FC Bayern wegen Pyrotechnik-Einsatz der Fans
Die Fans des FC Bayern München stehen erneut in der Kritik. Ihr jüngster Einsatz von Pyrotechnik hat nicht nur für Aufregung gesorgt, sondern auch zu einem Punktabzug für die zweite Mannschaft des Vereins geführt.
München – Die Situation beim FC Bayern ist angespannt: Das Verhalten der eigenen Anhänger hat zu einem Punktabzug geführt. Betroffen ist nicht das Bundesliga-Team unter der Leitung von Vincent Kompany, sondern die zweite Mannschaft. Bei einem Regionalliga-Spiel am 5. Dezember gegen Burghausen haben die Fans eine erhebliche Menge an Feuerwerksmaterial durch die Sicherheitskontrollen geschmuggelt. Das Sportgericht des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat nun ein Urteil gefällt.
Zusätzlich zu einer Geldstrafe von 26.000 Euro wird dem FC Bayern ein Punkt abgezogen. Dies ist bereits das zehnte Mal in dieser Saison, dass die Fans negativ aufgefallen sind. Die Pyrotechnik-Aktion gefährdete sogar die Sicherheit der eigenen Spieler, und das Spiel musste aufgrund der Vorfälle zweimal unterbrochen werden, bevor der 3:0-Sieg feststand.
Die offizielle Tabelle wurde bereits angepasst. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass der Punktverlust rückgängig gemacht wird. Sollte der FC Bayern innerhalb der nächsten drei Monate, spätestens fünf Wochen vor dem letzten Spieltag, einen Antrag stellen, könnte die Strafe möglicherweise reduziert werden. Wenn ermittelt wird, welche Fans für die Pyro-Show verantwortlich sind, könnte die Schuld direkt auf diese übertragen werden.
Die Nachricht über den Punktabzug kam einen Tag nach dem 1:0-Sieg im Derby gegen die SpVgg Unterhaching, was sicherlich nicht erfreulich aufgenommen wurde. Der wichtige Sieg wurde am Dienstag von rund 1.600 Fans im Grünwalder Stadion gefeiert, darunter auch Ex-FCB-Coach Felix Magath und Stürmer-Legende Roy Makaay.
Holger Seitz, der Cheftrainer der Bayern-Amateure, äußerte sich nach der Partie: „Ich denke, die Zuschauer haben ein spannendes Derby gesehen. Es war alles dabei, was man sich wünschen kann, insbesondere die intensiven Zweikämpfe. Umso schöner ist es, dass meine junge Mannschaft defensiv dagegenhalten konnte. Am Ende haben wir verdient gewonnen.“
Übrigens ranken sich derzeit Gerüchte um Felix Magath, der möglicherweise den strauchelnden VfL Wolfsburg übernehmen könnte. Auch der ehemalige Eintracht-Trainer Dino Toppmöller wurde als Kandidat ins Spiel gebracht. Im Grünwalder Stadion konnte der 72-Jährige entspannt dem Geschehen auf dem Platz zusehen, da er nicht für die Vorfälle verantwortlich war.