Rassismus-Vorfälle in der Premier League: Klare Reaktionen der Vereine
In der Premier League haben mehrere Vorfälle von Rassismus für erheblichen Aufruhr gesorgt. Die betroffenen Vereine reagieren klar und deutlich.
London – Nach den jüngsten Spielen haben mehrere Fußballprofis der englischen Premier League rassistische Anfeindungen im Internet öffentlich gemacht. Vier Spieler haben die Hassnachrichten, die sie erhalten haben, veröffentlicht. Die Vereine haben sich eingeschaltet und fordern klare Maßnahmen von den Plattformen, der Liga und den Behörden.
Wesley Fofana vom FC Chelsea teilte Screenshots der rassistischen Nachrichten und kommentierte: „2026, es ist immer noch das Gleiche, nichts ändert sich. Diese Leute werden nie bestraft.“ Der 25-jährige Franzose wandte sich auch an die Öffentlichkeit: „Ihr führt große Kampagnen gegen Rassismus, aber tatsächlich unternimmt niemand etwas.“
Der FC Chelsea äußerte sich deutlich und bezeichnete die rassistischen Beleidigungen als „abscheulich“. Der Verein erklärte: „Wir stehen eindeutig hinter Wes. Er hat unsere volle Unterstützung, ebenso wie alle unsere Spieler, die allzu oft gezwungen sind, diesen Hass zu ertragen, nur weil sie ihren Job machen.“
Auslöser der Vorfälle war ein Spiel gegen den FC Burnley, in dem Fofana in der 72. Minute mit Rot vom Platz gestellt wurde. Burnley glich in Überzahl zum 1:1 aus. Auch Burnleys Hannibal Mejbri war nach dem Spiel von rassistischen Nachrichten betroffen. Der Verein meldete die Inhalte an Meta und forderte von Instagram, der Premier League und der Polizei entschlossene Unterstützung sowie strafrechtliche Konsequenzen.
Weitere Betroffene sind Tolu Arokodare von den Wolverhampton Wanderers, der beim 0:1 gegen Crystal Palace einen Elfmeter verschoss, sowie Romaine Mundle vom AFC Sunderland nach dem 1:3 gegen den FC Fulham. Beide Spieler veröffentlichten rassistische Nachrichten nach ihren Spielen und berichteten von ähnlichen Erfahrungen wie Fofana.
Diese Vorfälle reihten sich in eine Serie prominenter Rassismusfälle ein. Bereits in der Vorwoche hatte Vinícius Júnior von Real Madrid angegeben, im Champions-League-Playoff-Hinspiel gegen Benfica Lissabon von Gegenspieler Gianluca Prestianni rassistisch beleidigt worden zu sein. Die UEFA hat in diesem Fall Ermittlungen aufgenommen.