RB Leipzig sichert sich den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals
RB Leipzig hat mit einem 4:2-Sieg gegen den SV Sandhausen die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Trainer Ole Werner und sein Team bestanden den ersten Härtetest, obwohl es einige Unsicherheiten gab.
In Sandhausen lag RB Leipzig gleich zweimal gegen den Viertligisten zurück, konnte jedoch letztlich das Spiel für sich entscheiden. Zwei Neuzugänge trugen mit Toren zum Sieg bei, während Willi Orban mit einem Tor und einer Vorlage ebenfalls entscheidend zum Erfolg beitrug. Zu Beginn offenbarte die Leipziger Abwehr jedoch deutliche Schwächen, und es mangelte zeitweise an Durchschlagskraft in der Offensive.
Ohne den Neuzugang Romulo und mit David Raum als neuem Kapitän startete Werners Elf in die DFB-Pokal-Saison. Wie in der Pressekonferenz erläutert, stand Maarten Vandevoordt im Tor, während Peter Gulacsi vorerst in der Bundesliga eingesetzt wird. Von den Neuzugängen schaffte es nur Yan Diomande in die Startelf, während Xavi Simons spielte, da die Verhandlungen mit dem FC Chelsea weiterhin ausstehen.
Die Abgangskandidaten Timo Werner, Eljif Elmas und André Silva waren nicht im Kader, ebenso wie Kevin Kampl und Amadou Haidara. Aufgrund von Verletzungen fehlten zudem Andrija Maksimovic (Pferdekuss), Lukas Klostermann (muskuläre Probleme in der Wade), Tidiam Gomis (Innenbandriss) und Benjamin Henrichs (Achillessehne).
In der ersten Halbzeit fielen gleich vier Tore: Bereits in den ersten Minuten wurde deutlich, wo die Schwächen der Leipziger lagen – im Defensivverbund. Sandhausen nutzte die erste Gelegenheit eiskalt aus: Vandevoordt konnte den ersten Schuss zwar abwehren, doch Ampadu verwandelte in der 3. Minute zum 1:0. Leipzig reagierte prompt: Neuzugang Diomande erzielte nach einer Vorlage von Kapitän Willi Orban den schnellen Ausgleich.
Defensiv blieben die Sachsen jedoch anfällig, standen oft zu weit vom Gegner entfernt, und in der Rückwärtsbewegung fehlte die Abstimmung, was zu einem erneuten Rückstand führte. Orban, der zuvor das 1:1 vorbereitet hatte, erzielte per Kopf nach einem Freistoß von Xavi Simons das 2:2 (23.), was den Halbzeitstand markierte.
Nach dem Wiederanpfiff mussten sich die Roten Bullen gedulden. Sie ließen weniger zu, jedoch mangelte es phasenweise an Spritzigkeit und Präzision im Passspiel. Diomande bestätigte seinen positiven Eindruck und steigerte sich nach der Auswechslung von Antonio Nusa, als er auf seine stärkere linke Seite wechseln durfte. Johan Bakayoko ergänzte die Flügelzange.
Der entscheidende Treffer fiel jedoch durch einen anderen Neuzugang: Ezechiel Banzuzi, der beim öffentlichen Training am Dienstag betont hatte, seinem Team helfen zu wollen, köpfte die Sachsen zum 3:2. Xavi Simons machte nach zwei vergebenen Torschüssen (60., 76.) in der 96. Minute den Sack zu. Am kommenden Freitag (20:30 Uhr) beginnt die Bundesliga mit dem Auftaktspiel der Leipziger auswärts gegen den FC Bayern München.