Real Madrid in der Krise: Ungewöhnliche Anstoßzeit vor Champions-League-Rückspiel

Real Madrid in der Krise: Ungewöhnliche Anstoßzeit vor Champions-League-Rückspiel

Bei Real Madrid schlagen die Alarmglocken: Es droht eine titellose Saison. Um dies möglicherweise zu verhindern, greift nun sogar die Liga ein.

Madrid – In Spanien wird alles unternommen, um Real Madrid die bestmögliche Vorbereitung auf das Champions-League-Rückspiel gegen den FC Bayern zu ermöglichen. Getreu dem Motto: Alles für die Königlichen. So kommt es zu einer ungewöhnlichen Ansetzung für die Real-Stars zwischen den beiden entscheidenden Spielen, die nur acht Tage auseinanderliegen.

Das Heimspiel am 31. Spieltag gegen den FC Girona findet bereits am Freitagabend um 21 Uhr statt. Diese Anstoßzeit ist für die Madrilenen völlig ungewohnt, da sie normalerweise an den Wochenenden spielen, meist zur Primetime. Doch in diesem Fall haben die Verantwortlichen von La Liga eine Ausnahme gemacht.

Der Grund ist offensichtlich: Die spanische Mannschaft soll die bestmögliche Zeit zur Regeneration erhalten. Jeder Sieg ist entscheidend für Spaniens UEFA-Fünfjahreswertung; derzeit würde der zweite Platz in dieser Saison einen weiteren Champions-League-Startplatz für das kommende Jahr sichern.

Aus der Sicht von Real Madrid wird die ungewohnte Anstoßzeit dankbar in Kauf genommen. Wie die Zeitung La Vanguardia nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen den FC Bayern treffend formulierte: „In der kommenden Woche steht in der Allianz Arena die ganze Saison auf dem Spiel.“

Im Pokal ist Real bereits ausgeschieden, und in der Liga beträgt der Rückstand auf den FC Barcelona – der ebenfalls nach seinem verlorenen CL-Hinspiel gegen Atlético Madrid frustriert ist – acht Spieltage vor Schluss satte sieben Punkte. Das bedeutet: Sollte der Titel in der Champions League nicht gewonnen werden, wird die Stimmung rund um den Cibeles-Brunnen in Madrid alles andere als freudig sein.

Die Situation beim FC Bayern hingegen ist ganz anders. Hier träumt man weiterhin vom Triple. Trainer Vincent Kompany wird es verkraften, dass seine Mannschaft erst am Samstagabend (18:30 Uhr) beim FC St. Pauli antreten muss. Wahrscheinlich wird der Belgier gegen die abstiegsbedrohten Gastgeber die Rotationsmaschine anwerfen. Spieler wie Jamal Musiala, Leon Goretzka oder auch Lennart Karl, die im Spiel gegen Real nicht in der Startelf standen, stellen dabei kein Problem dar.

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