Robert Glatzel äußert sich zu seiner Situation beim HSV

Robert Glatzel äußert sich zu seiner Situation beim HSV

Robert Glatzel war über mehrere Jahre eine feste Größe beim Hamburger SV (HSV). Seit der Rückkehr in die Bundesliga hat er jedoch kaum noch Spielzeit erhalten, was der Stürmer offen thematisierte.

In der laufenden Bundesliga-Saison kam Glatzel bislang lediglich auf 57 Einsatzminuten. Am Sonntag nahm er an einem kurzfristig vereinbarten Testspiel gegen den VfL Osnabrück teil und stand in der Startelf. Sein 72-minütiger Auftritt endete jedoch enttäuschend, da er bei der 1:3-Niederlage keine nennenswerten Akzente setzen konnte. Nach dem Spiel äußerte sich der 31-Jährige dennoch positiv: „Es gibt nichts Schöneres, als Fußball spielen zu können. Auch wenn das Ergebnis natürlich nicht so war, wie wir uns das vorgestellt haben.“

In naher Zukunft wird Glatzel voraussichtlich weiterhin auf der Bank Platz nehmen müssen. Der noch torlose Ransford Königsdörffer hat sich als unverzichtbar erwiesen, und mit der Rückkehr von Kapitän Yussuf Poulsen ist Glatzel derzeit nur noch als dritter Stürmer im Team. Sein Spielstil passt nicht zum neuen, defensiveren Ansatz von Trainer Merlin Polzin, der die Arbeit gegen den Ball als Schwachstelle ansieht.

Der HSV setzt zudem auf Umschaltmomente, für die Königsdörffer aufgrund seiner Schnelligkeit besser geeignet ist. Glatzel selbst ist sich bewusst, dass er nicht mehr die gleiche Geschwindigkeit wie früher hat: „Ich werde keine 35 km/h mehr sprinten, und ein Pressingmonster werde ich auch nicht mehr. Wenn das jetzt gefragt ist, dann haben andere die Nase vorn.“ Seit seiner Ankunft im Sommer 2021 war Glatzel stets einer der Leistungsträger und erzielte insgesamt 73 Tore in 115 Zweitliga-Einsätzen.

Mit seiner neuen Rolle hat sich der gebürtige Münchener mittlerweile arrangiert: „Das ist halt einfach das Geschäft. Natürlich tut es ein bisschen mehr weh, wenn man hier vier Jahre immer vorangegangen ist und immer das Ziel hatte, hier Bundesliga zu spielen. Aber es gibt ja noch ein paar andere, die es ähnlich getroffen hat.“ So verlor auch Jonas Meffert seinen Stammplatz, während Bakery Jatta nicht einmal Chancen auf einen Kaderplatz hat. Der ehemalige Kapitän Sebastian Schonlau hat den Verein bereits im Sommer verlassen.

Ähnlich wie Meffert zeigt sich auch Glatzel, der bis 2027 an den HSV gebunden ist, als Teamplayer und fair gegenüber seinem noch erfolglosen Konkurrenten: „Ransi und ich verstehen uns gut. Er war auch immer ein top Teamplayer, und deswegen gilt es jetzt für mich, ihn zu unterstützen.“ Dennoch wartet Glatzel weiterhin auf seine Chancen, die möglicherweise nicht mehr allzu oft kommen werden.

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