Rouven Schröder: Borussia Mönchengladbach auf Kurs Richtung Klassenerhalt
Rouven Schröder hat die Aufgabe übernommen, Borussia Mönchengladbach aus der Abstiegszone zu führen. Der neue Sportdirektor hat bereits einen intensiven Start hingelegt.
Bei seiner Antrittspressekonferenz in der vergangenen Woche stellte Schröder klar, dass seine oberste Priorität darin besteht, Borussia Mönchengladbach wieder in sichere Tabellenregionen zu bringen. Die Mannschaft hat bisher nur drei Punkte aus den ersten sieben Bundesligaspielen erzielt, und am Samstag (15:30 Uhr) steht das Spiel gegen den FC Bayern im Borussia-Park an.
Ex-Sportdirektor Max Eberl wird ab Sonntag die Daumen für die Fohlen drücken und hat bereits eine Strategie für den Klassenerhalt entworfen.
Schröder konzentriert sich zunächst darauf, die Strukturen und Abläufe innerhalb des Vereins kennenzulernen. Der 50-Jährige steht im engen Austausch mit Trainer Eugen Polanski und beobachtet bei jeder Trainingseinheit, wie die Spieler die Vorgaben umsetzen und welche Energie sie ausstrahlen. Gleichzeitig bereitet er sich auf das bevorstehende Winter-Transferfenster vor.
„Wir ziehen mit dem Scouting Rückschlüsse für den Winter“, erklärte Schröder bei der Spieltagspressekonferenz am Donnerstag. Die Verstärkung der Abwehr hat dabei oberste Priorität, um neue Qualität ins Team zu bringen. Neben möglichen Neuzugängen beschäftigt sich Schröder auch intensiv mit den bestehenden Spielern.
In seinen ersten Tagen pflegt der Nachfolger von Virkus einen engen Kontakt zur Kabine. Bereits beim Frühstück finden erste Gespräche statt. „Es ist wichtig, den einen oder anderen Spieler privat anzusprechen und kennenzulernen. Zwischenmenschliche Wärme und Feedback sind entscheidend, um ein Ansprechpartner zu sein“, erläutert Schröder.
Er betont, dass sowohl Spieler als auch Sportchef sich gegenseitig kennenlernen müssen. Als neues Gesicht möchte er ein unterstützender Faktor sein. Themen wie „Feedback im Spiel oder grundlegende Trainingsaspekte“ werden besprochen, und er möchte die individuellen Eigenheiten der Spieler verstehen: „Der eine ist lauter, der andere ruhiger.“
Die ersten Gespräche stimmen Schröder optimistisch. In der Kabine herrscht eine Mischung aus Lockerheit und Fokussierung, und die Mannschaft hat verstanden, dass sie noch enger zusammenrücken muss. „Gerade gegen den FC Bayern benötigen wir eine totale Geschlossenheit. Das müssen sowohl das Umfeld als auch die Fans spüren.“ Schröder ist überzeugt, dass nur mit Geschlossenheit der Klassenerhalt gelingen kann.