Rouven Schröder über Wintertransfers bei Borussia Mönchengladbach
Rouven Schröder hat eine vorsichtige Ankündigung zu den Wintertransfers von Borussia Mönchengladbach gemacht und könnte damit eine bestehende Tradition brechen.
Bei seinen ersten öffentlichen Auftritten als Sportchef des Vereins betonte Schröder, dass die Abwehr verstärkt werden solle. Wie viel Budget für den Winter-Transfermarkt zur Verfügung steht, ließ der Nachfolger von Roland Virkus jedoch zunächst offen.
Ende Oktober äußerte sich Schröder in der Sendung Sky90 und dämpfte die Hoffnungen der Gladbacher Fans auf potenzielle Neuzugänge. „Es werden nicht viele Verstärkungen im Winter erwartet werden können“, erklärte der 50-Jährige und fügte hinzu: „Das Geld ist nicht in Massen da.“
Diese Aussage spiegelt das bisherige Transferverhalten der Borussia wider. Seit 2019 hat der Traditionsverein in allen Januar-Transferperioden lediglich vier Spieler verpflichtet: 2021 kam Manu Koné für neun Millionen Euro vom FC Toulouse, wurde jedoch sofort an seinen Ex-Klub verliehen und stieß erst im Sommer zur Fohlen-Elf. Zudem wurde Joe Scally vom New York City FC verpflichtet.
Der letzte Transfer unter dem ehemaligen Sportdirektor Max Eberl fand im Januar 2022 mit Marvin Friedrich statt. Nachfolger Roland Virkus tätigte im Januar 2023 einen Transfer, als Yann Sommer zu Bayern München wechselte und Jonas Omlin die Torhüterposition übernahm. In den Jahren 2019, 2020, 2024 und 2025 gab es hingegen keine Winterneuzugänge.
Trotz seiner zurückhaltenden Ansage könnte Schröder diese Tradition durchbrechen und Borussia Mönchengladbach im Winter aktiver machen. Während seiner Zeit als Sportdirektor bei Mainz 05 verpflichtete er im Januar 2017 insgesamt drei Spieler, darunter Stürmer Robin Quaison, der in 130 Spielen 34 Tore erzielte. In den folgenden Jahren kamen zwei Winterneuzugänge 2018 und ein weiterer im Jahr 2020 hinzu.
Bei Schalke 04 war Schröder 2021 für drei Winterneuzugänge verantwortlich und holte 2024 einen Spieler zu RB Leipzig. In der Wintertransferperiode dieses Jahres verpflichtete er insgesamt acht Spieler für RB Salzburg, darunter drei von FC Liefering, wobei zwei weitere an das Farmteam verliehen wurden.
Obwohl die Transfers bei Salzburg seine Winterbilanz aufbessern, zeigt sich, dass der Gladbacher Sportchef gerne im Januar aktiv wird. Angesichts der aktuellen Tabellenlage, in der Borussia als Elfter der Bundesliga zwischen Himmel und Hölle schwebt – nur fünf Punkte trennen die Plätze 10 und 16 – sind Neuverpflichtungen entscheidend, um die Stabilität zu gewährleisten. Daher ist mit einem Ende der Transferdürre zu rechnen.