Rudi Völler als "Legende des Sports" ausgezeichnet

Rudi Völler als "Legende des Sports" ausgezeichnet

Rudi Völler, der langjährige Manager der Bundesliga und aktuelle Sportdirektor des DFB, wurde für sein Lebenswerk geehrt.

Frankfurt – Der 43. Deutsche Sportpresseball in der Alten Oper Frankfurt bot den Rahmen für eine besondere Auszeichnung: Vor über 1000 Dinnergästen wurde Völler als „Legende des Sports“ gewürdigt. Der frühere Weltmeister und Bundestrainer nahm die Trophäe, die die Form eines geflügelten Pferdes hat, mit Freude und Bescheidenheit entgegen.

In seiner Dankesrede betonte Völler, dass er sich selbst nicht als Legende sehe. „Als kleiner Junge habe ich nur davon geträumt, in der ersten Mannschaft von Kickers Offenbach zu spielen. Aber es ist ein bisschen mehr geworden“, verriet der Hanauer. „Ich habe vom lieben Gott Talent in die Wiege gelegt bekommen“, fügte er hinzu und hob die Bedeutung von Demut sowie die Verpflichtung hervor, etwas zurückzugeben.

Auf Völlers Wunsch überreichte Wolfgang Niersbach, der frühere Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die Auszeichnung. Niersbach lobte Völler als jemanden, der „immer Rudi geblieben“ sei, und hob dessen Bodenständigkeit hervor. Dies entspricht den Meinungen vieler Weggefährten, die den 65-Jährigen stets als angenehmen und herzlichen Menschen beschrieben haben. Völler überzeugt jedoch nicht nur auf zwischenmenschlicher, sondern auch auf sportlicher Ebene.

Der erfahrene Fußballfunktionär kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Als Spieler gewann er 1990 mit der deutschen Nationalmannschaft den Weltmeistertitel und führte das Team später als Trainer bei der WM 2002 zum zweiten Platz. Nach seiner aktiven Karriere war er über zwei Jahrzehnte in leitender Funktion bei Bayer Leverkusen tätig. Im Februar 2023 übernahm er das Amt des Sportdirektors der Nationalmannschaft beim DFB.

Ursprünglich war sein Engagement beim DFB nur bis nach der Heim-Europameisterschaft 2024 geplant, doch er verlängerte bereits vor dem Turnier bis zur WM 2026. Im April dieses Jahres folgte sogar eine weitere Verlängerung bis 2028. „Ich bin ehrlich: Julian, die Mannschaft und das gesamte Team sind mir ans Herz gewachsen“, erklärte er damals seine überraschende Entscheidung.

Seine Ehrung zur „Legende des Sports“ ist zweifellos gerechtfertigt. Mit dieser Auszeichnung reiht sich Völler in einen Kreis großer Sportikonen ein, die über den Fußball hinaus bekannt sind. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Franz Beckenbauer, Boris Becker, Michael Schumacher, Katarina Witt, Lothar Matthäus, Heiner Brand, Uwe Seeler, Isabell Werth und Gerd Müller.

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