Salim Musah erzielt erstes Bundesliga-Tor für Werder Bremen

Salim Musah erzielt erstes Bundesliga-Tor für Werder Bremen

Salim Musah hat im Spiel gegen RB Leipzig sein erstes Tor in der Bundesliga erzielt und damit ein starkes Zeichen gesetzt. Werder Bremen hat große Erwartungen an den talentierten Stürmer.

In Bremen sprach David Raum nach dem Spiel fast ehrfurchtsvoll von einem „Tank“, der sich vor dem Tor bewegt habe. Der 20-jährige Angreifer des SV Werder Bremen zeigte im Heimspiel gegen die Sachsen (1:2) in seinem dritten Bundesliga-Einsatz eine beeindruckende Leistung. Nach zwei vergebenen Chancen (82./90.+3) gelang ihm in der Nachspielzeit (90.+4) schließlich das ersehnte Premierentor. Obwohl dieses Tor für Werder Bremen zu spät kam, könnte es für den talentierten Spieler mehr als nur ein unvergesslicher Moment im Weserstadion sein.

„Salim ist ein großartiger Spieler. Er ist jemand, der sich weiterentwickeln möchte und eine intensive Spielweise hat. Das hat man bereits in der U19 gesehen“, lobte Clemens Fritz, Geschäftsführer Fußball bei Werder Bremen, nach dem Spiel. „Er ist definitiv niemand, den wir zurückhalten müssen.“ Stattdessen zeichne Musah eine bemerkenswerte Demut und den Wunsch aus, sich ständig zu verbessern. „Er hat sich das erarbeitet, da er in den letzten Wochen im Training hervorragende Leistungen gezeigt hat. Ich freue mich sehr für ihn, dass er sich mit diesem Tor belohnt hat“, fügte Fritz hinzu. Auch Linksverteidiger Olivier Deman äußerte sich positiv: „Ich freue mich sehr für ihn. Er hat alles, um ein guter Spieler zu sein. Als er eingewechselt wurde, hat er uns sehr geholfen. Jetzt muss er weiterarbeiten, denn es werden auch schwierige Zeiten kommen, aus denen er sich wieder herauskämpfen muss. Aber ich glaube an seine Fähigkeiten.“

Daniel Thioune, der dem deutschen Junioren-Nationalspieler Vertrauen schenkt, sieht in Musah einen wichtigen Faktor, auch wenn die Personalsituation im Sturm von Werder Bremen angespannt ist. Keke Topp ist verletzt (Kreuzbandriss), Jovan Milosevic ist nicht vollständig fit (Rückenprobleme), und Victor Boniface steht nach seiner Knieoperation noch nicht zur Verfügung. Marco Grüll und Justin Njinmah konnten ebenfalls nicht durchweg überzeugen. Diese Situation könnte Salim Musah nun nutzen. „Man merkt, dass der Junge will. Wir haben ihm vor ein paar Wochen aus der Not heraus eine Chance gegeben – und er hat gezeigt, dass er bereit ist und kann. Wenn er so weitermacht, wird er in Zukunft noch mehr Einsatzzeiten bekommen“, meinte Thioune.

Wird Musah möglicherweise sogar einen Platz in der Startelf für das Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln am kommenden Sonntag (12. April, 15.30 Uhr) erhalten? „Das ist denkbar und möglich“, antwortete der Trainer des SV Werder Bremen kurz und prägnant, bevor er ausführte: „Es besteht gerade die Chance, sich zu zeigen – und das hat Salim über mehrere Wochen hinweg getan. Es geht jedoch nicht nur darum, ihn von Beginn an spielen zu lassen, sondern ihn zu einem Zeitpunkt einzusetzen, an dem er wirklich gebraucht wird. Das war in Wolfsburg und auch jetzt der Fall.“ Musah könnte somit ein entscheidender Faktor im Saisonendspurt für Werder Bremen werden. „Er hat eine gewisse Überzeugung, dazu kommt eine Leichtigkeit und Unbekümmertheit, die man braucht“, beobachtete Clemens Fritz, der jedoch auch die Erwartungen dämpft: „Salim hatte in der Vergangenheit auch mit Verletzungspech zu kämpfen. Deshalb ist es wichtig, dass wir ihn auf einem guten körperlichen Niveau halten. Ich bin überzeugt, dass er sich mit mehr Spielzeit auf diesem Niveau weiterentwickeln wird. Wir trauen ihm viel zu, denn er hat eine enorm hohe Qualität.“

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