Schiedsrichter- und VAR-Diskussion beim 1. FC Köln

Schiedsrichter- und VAR-Diskussion beim 1. FC Köln

Der 1. FC Köln sieht sich erneut mit Kontroversen rund um Schiedsrichterentscheidungen und den Videoassistenten (VAR) konfrontiert. Dieses Thema wurde auch im Sport1-„Doppelpass“ am Sonntag ausführlich diskutiert.

Am Samstag, dem 25. April, verlor der FC Köln mit 1:2 gegen Bayer Leverkusen, wobei die Kölner insbesondere an ihrer eigenen Abschlussschwäche scheiterten. Zahlreiche Chancen wurden vergeben, insbesondere von Said El Mala, der in der ersten Halbzeit eine große Möglichkeit vor einem leeren Tor nicht nutzen konnte.

Zusätzlich sorgte eine strittige Schiedsrichterentscheidung für Unmut bei den Verantwortlichen, Spielern und Fans des FC. Kurz nach El Malas vergebener Chance entschied Schiedsrichter Robert Hartmann auf Elfmeter, da Eric Martel den Ball angeblich mit dem Arm berührt hatte.

Martels Arm war jedoch eng am Körper angelegt und weitestgehend hinter dem Rücken positioniert. Der VAR griff nicht ein, sodass Hartmann bei seiner Entscheidung blieb. FC-Geschäftsführer Thomas Kessler äußerte nach dem Spiel: „Ich glaube, jeder, der das Bild sieht, wird die Meinung des Schiedsrichters nicht teilen.“

Hartmann selbst räumte später ein, dass er die Entscheidung nach Ansicht der Bilder (die erst nach dem Spiel betrachtet wurden) lieber nicht getroffen hätte. Sky-Experte Didi Hamann war von der Situation sichtlich verwirrt.

Im Sport1-„Doppelpass“ wurde die Szene ebenfalls eingehend erörtert, doch die Diskussion brachte keine Klarheit. Es herrschte Verwirrung darüber, was bei Handspiel tatsächlich als Regelverstoß gilt. Transfer-Insider Florian Plettenberg war sich sicher, dass es ein Elfmeter war, während der scheidende Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich dies nach Regelwerk als „eher keinen Elfer“ einordnete. Ex-Profi Stefan Effenberg zeigte sich verwundert über Hartmanns Selbstkorrektur. Viele Meinungen, jedoch keine eindeutige Antwort.

Ittrich erklärte zur Szene mit Martel: „Es gibt Argumente, die für und gegen Handspiel sprechen. Einerseits könnte man sagen, dass er sich in den Schuss dreht und den Arm am Körper hat. Andererseits könnte man argumentieren, dass er seinen Arm nutzt, um die Fläche zu vergrößern. Wo soll er den Arm hin tun? Daher ist dies auch keine Situation für den Videoassistenten.“

Magath war sichtlich frustriert und sagte: „Gerade hat uns Mario Basler gelehrt, dass der Spieler sich nicht abdrehen soll. Jetzt geht er mit dem Oberkörper zum Ball, dreht sich nicht ab, und du sagst, es ist eher kein Handspiel.“

Plettenberg wandte sich direkt an Ittrich und sagte: „Ich verstehe die Diskussion nicht. Der Schiedsrichter entscheidet nach Rücksprache auf Elfmeter und sagt nach dem Spiel, dass es eigentlich keiner gewesen wäre.“

Die Zuschauer waren jedoch verwirrt über Plettenbergs Meinung zur Martel-Szene: „Spreizt er den Arm ab? Ja, zu 100 Prozent. Das ist ein Elfmeter.“ Ittrich versuchte, seinen aufgebrachten Kollegen zu beruhigen.

Ex-Profi Effenberg widersprach Plettenberg zunächst, stellte dann aber fest, dass Martel in der Situation versucht, den Schuss clever zu blockieren. Er betonte, dass der Schiedsrichter einen perfekten Blick auf die Situation hatte und die Entscheidung auf Elfmeter korrekt war. Effenberg konnte jedoch nicht nachvollziehen, warum Schiedsrichter in solchen klaren Situationen nicht konsequent entscheiden können.

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