Schiedsrichterentscheidungen sorgen für Aufregung im CL-Halbfinale zwischen Bayern und PSG
München – Das Champions-League-Halbfinal-Rückspiel zwischen dem FC Bayern und Paris St. Germain sorgte für elektrisierende Stimmung, jedoch sorgten insbesondere die Entscheidungen des Schiedsrichters für große Aufregung.
Bereits in der dritten Minute gingen die Gäste aus Frankreich überraschend in Führung, was für die Münchner, die sich vor einer großartigen Kulisse viel vorgenommen hatten, ein Schock war. Doch die Bayern fanden zunehmend besser ins Spiel und erarbeiteten sich zahlreiche Chancen.
Nach etwa 20 Minuten kam es in der Allianz Arena zu einem Raunen, als ein langer Ball Harry Kane erreichte. Als er den Ball annehmen wollte, um alleine auf das Tor zuzulaufen, pfiff Schiedsrichter João Pinheiro ihn jedoch zurück. Der Portugiese entschied ohne Eingreifen seiner Linienrichter auf eine vermeintliche Abseitsposition.
Die Zeitlupenaufnahme zeigte, dass es kaum eindeutig zu klären war, ob Kane sich tatsächlich in einer strafbaren Position befand. Eine mögliche Chance wurde den Bayern somit verwehrt. Nur wenige Minuten später stand Pinheiro erneut im Fokus, als Nuno Mendes, der bereits gelb verwarnt war, im Mittelfeld die Hand zur Hilfe nahm. Eine zweite Gelbe Karte für den PSG-Verteidiger blieb jedoch aus, da der Schiedsrichter offenbar ein Handspiel von Konrad Laimer gesehen hatte.
Die TV-Bilder zeigten jedoch kein solches Vergehen, und der Platzverweis für Mendes blieb aus. Nach etwa einer halben Stunde eskalierte die Situation für die Bayern, und Trainer Vincent Kompany geriet an der Seitenlinie in Rage. Der Grund war ein vermeintlicher Elfmeter für seine Mannschaft.
Joao Neves hatte seinen Arm hoch, als der Ball, nach einer Abwehraktion von Vitinha, an seine Hand prallte. Die Bayern-Bank war außer sich, und auch die Zuschauer fragten sich: „Wie kann das kein Elfmeter sein?“ Ein weiterer Kommentar lautete: „Definiere Betrug im Fußball“, was auf den nicht gegebenen Strafstoß und den fehlenden Platzverweis für PSG anspielte.
Das Regelwerk besagt, dass in diesem Fall kein Elfmeter gegeben werden muss, da der Ball von einem eigenen Spieler kam und der Abpraller den Strafraum verlassen hat. Pinheiro hat bislang erst 15 Spiele in der Champions League geleitet, was einige Fans zu der Frage veranlasste, ob ein unerfahrener Schiedsrichter für ein solches Spitzenspiel geeignet sei, insbesondere da viele Spieler von PSG portugiesischer Herkunft sind.
DAZN-Experte Sami Khedira bezeichnete die Entscheidungen als „krasse Fehlentscheidungen“ und betonte in der Halbzeitpause die klare Benachteiligung des deutschen Rekordmeisters. Mit einem Rückstand von 0:1 mussten die Bayern in die Kabine, konnten jedoch die spielentscheidenden Situationen, die gegen sie gepfiffen wurden, nicht ändern. Die Antwort wird nur auf dem Platz gegeben werden können.