Schlammschlacht um 1860 München: Ismaiks Anwalt erhebt schwere Vorwürfe

Schlammschlacht um 1860 München: Ismaiks Anwalt erhebt schwere Vorwürfe

München – Die Situation bei den Löwen eskaliert zunehmend. Nach den täglichen Äußerungen von Investor Hasan Ismaik über soziale Medien äußert sich nun auch sein prominenter Anwalt, Peter Gauweiler, ehemaliger Staatsminister der CSU, zu den aktuellen Entwicklungen rund um die Insolvenz von 1860 München. Er erhebt die schwerwiegende Anschuldigung, dass das Scheitern der Verhandlungen in der vergangenen Woche absichtlich herbeigeführt wurde.

Der 76-Jährige erklärte: „Ich glaube, dass ein Masterplan dahintersteckt. Die Insolvenz in Kauf zu nehmen und in die Regionalliga abzusteigen, könnte dem Ziel dienen, die KGaA aufzulösen und Ismaik loszuwerden.“ Der Traditionsverein hätte 2,7 Millionen Euro aufbringen müssen, um die Lizenz für die 3. Liga zu erhalten.

Am vergangenen Mittwoch (3. Juni) endete um 17 Uhr die Frist für den Nachweis der finanziellen Mittel. Dies führte zu großer Enttäuschung und vielen Tränen bei den Löwen-Fans, die sich vor der Geschäftsstelle versammelt hatten. Ismaik erschien nicht, während die Verantwortlichen des Vereins sich dem Unmut der Anhänger stellen mussten.

Trotz der angespannten Lage und des nahezu feststehenden Zwangsabstiegs versucht Anwalt Gauweiler nun, neue Hoffnung zu schöpfen: „Es gibt durchaus Möglichkeiten, den Profifußball für 1860 zu erhalten. Die DFB-Statuten erlauben eine Beschwerde gegen den Abstieg. Diesen Schritt würden wir gerne gemeinsam gehen, um den Profifußball für 1860 zu sichern. Das ist das Bestreben von Herrn Ismaik.“

Er fügte hinzu, dass „das Geld von Herrn Ismaik in der vergangenen Woche sofort zur Verfügung hätte stehen können. Wir hoffen, dass dies noch geschieht.“ Die vorherigen Aussagen von 1860-Präsident Gernot Mang klangen jedoch ganz anders: „Wir befinden uns in einem Befreiungskampf.“ Auch zu diesen Äußerungen nahm der Anwalt Stellung.

„Herr Ismaik prüft nun alle Optionen. Die Angriffe von Herrn Mang haben ihn persönlich sehr getroffen und verletzt.“ Das letzte Wort scheint also noch nicht gesprochen zu sein. Die Verantwortlichen der Löwen müssen sich nun mit einem Anwalt auseinandersetzen, der einst in einem Prozess gegen die Deutsche Bank 775 Millionen Euro Schadensersatz für den verstorbenen Unternehmer Leo Kirch erstritt.

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