Schlotterbeck-Verletzung: BVB ohne ihn erfolgreicher
Der BVB muss am 23. Spieltag der Bundesliga, der am Samstagabend gegen RB Leipzig stattfindet, auf Nico Schlotterbeck verzichten. Doch die Statistiken deuten darauf hin, dass dies möglicherweise nicht so schlimm ist.
In der aktuellen Saison hat Dortmund fünf Bundesliga-Spiele ohne Schlotterbeck bestritten, von denen vier gewonnen wurden. Lediglich gegen den FC St. Pauli gab es ein Unentschieden (3:3). Dies führt zu einem Punkteschnitt von 2,6 pro Spiel ohne den Abwehrchef, während der Punkteschnitt mit ihm in der Startelf nur bei 2,2 liegt.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Defensive: Ohne Schlotterbeck kassierte Dortmund lediglich drei Gegentore gegen Pauli, während in den anderen vier Spielen kein einziges Tor zugelassen wurde. Dies ergibt einen Schnitt von 0,6 Gegentoren pro Spiel ohne ihn, im Vergleich zu 17 Gegentoren in 17 Spielen mit Schlotterbeck, was einem Gegentor pro Partie entspricht. Auch die Statistiken zu gegnerischen Torschüssen (neun pro Spiel), Großchancen (0,6) und Zweikampfquote (52 Prozent) zeigen ohne ihn eine leichte Verbesserung.
Dennoch bedeutet das nicht, dass der BVB auf Schlotterbeck verzichten kann oder dass Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung nicht notwendig sind. Er bleibt für den BVB als Abwehrchef und Führungsspieler unverzichtbar.
Besonders hervorzuheben ist Waldemar Anton, der in der Defensive als konstanten Faktor agiert. Trainer Nicko Kovac beschreibt ihn als „eine Bank, einen Leader, einen Kämpfer und ein Vorbild – sowohl auf als auch neben dem Platz“. Mit Anton im Team kann der BVB den Ausfall von Schlotterbeck besser verkraften.