Schweinsteiger sieht Klopp und Völler als "Dreamteam" für den DFB

Schweinsteiger sieht Klopp und Völler als "Dreamteam" für den DFB

Frankfurt am Main – DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Bundesliga-Chef Hans-Joachim Watzke werden diese Woche in den USA mit dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp Gespräche führen, wobei auch die Rolle von Rudi Völler zur Sprache kommen wird. Der 66-Jährige hatte seinen Vertrag im April bis zur EM 2028 verlängert, nachdem Julian Nagelsmann seinen Vertrag ebenfalls bis zu diesem Zeitpunkt verlängert hatte. Neuendorf äußerte damals: „Never change a winning team“ und zeigte sich erfreut, dass die Zusammenarbeit in dieser Konstellation fortgesetzt wird.

Mit Nagelsmanns Abgang haben sich jedoch Spekulationen verdichtet, dass auch Völler Konsequenzen aus dem frühen WM-Aus ziehen könnte. Neuendorf und Watzke möchten jedoch weiterhin mit dem beliebten DFB-Sportdirektor zusammenarbeiten. Völler zeigt sich zwar selbstkritisch, ist jedoch offen für eine Zusammenarbeit mit Klopp. Er schlägt vor, sich einmal zusammenzusetzen, ist jedoch nicht persönlich bei den Verhandlungen in den USA anwesend.

Zwischen Klopp und Völler gibt es keine grundsätzlichen Probleme in ihrer persönlichen Beziehung, obwohl es zu Beginn der WM einige Irritationen gab. Klopp hatte Nagelsmann halb im Scherz als „Noch“-Bundestrainer bezeichnet, worauf Völler mit einem spöttischen Kommentar in Richtung Klopp und Thomas Müller reagierte: „Ihr seid ja mehr für die Komik zuständig.“

Völler hat sich bemüht, Nagelsmann auch öffentlich zu schützen, was ihm gelungen ist. Als Korrektiv für den ehemaligen Bundestrainer hat Völler jedoch weniger funktioniert. Dennoch hat dies seiner Beliebtheit im Fußballvolk keinen Abbruch getan. TV-Experte Bastian Schweinsteiger sagt dazu: „Klopp und Völler wären das Dreamteam!“

Der Rio-Weltmeister selbst schließt eine Unterstützung für den DFB nicht aus. Per Mertesacker, ebenfalls Teil des Weltmeisterteams von 2014, wäre aufgrund seines Lebenslaufs jedoch ein geeigneter Kandidat. Nach seiner aktiven Karriere war der 41-Jährige acht Jahre lang Nachwuchschef beim FC Arsenal.

Aktuell macht Mertesacker als TV-Experte bei ZDF mit seinen Analysen eine hervorragende Figur. Nach seinem freiwilligen Ende in London sagte er am Samstag: „Irgendwie mal beim DFB zu arbeiten, dem deutschen Fußball, dem ich auch so viel zu verdanken habe, mal was zurückzugeben, wenn das gewünscht ist – dafür stehe ich natürlich zur Verfügung.“

Zunächst benötigt er jedoch Urlaub, um „die Zeit zu reflektieren, was ich alles erlebt habe“, betonte der 104-malige Nationalspieler und zweifache Familienvater. Der DFB plant, das Gespräch mit dem hochgeschätzten Mertesacker zu suchen, was auch Thema mit Klopp sein soll.

Zu klären wäre zudem, ob Mertesacker in einer möglichen zukünftigen Rolle beim DFB eher wie derzeit Völler näher an der Mannschaft agieren könnte, oder ob er auch eine strategischere Rolle als Mastermind einnehmen könnte, um den zum Jahresende ausscheidenden DFB-Sportgeschäftsführer Andreas Rettig zu ersetzen. Oder wäre sogar beides möglich, wie es bis Dezember 2022 Oliver Bierhoff tat, der sich jedoch zum Ende hin zu viel aufbürdete?

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